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HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenSelbstmorde bei Kindern in Japan nehmen weiter zu

Erwachsene müssen mehr auf Kinder zugehen

Selbstmorde bei Kindern in Japan nehmen weiter zu

Selbstmorde bei Kindern, die nicht zur Schule gehen wollen, nehmen in Japan immer weiter zu. Die Organisation „Zenboku Futoko Shimbun Sha“ hat deswegen einen dringenden Appell veröffentlicht, damit man sich dieses Problems bewusst wird.

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In dem Appell wird dazu aufgerufen, mit den jungen Menschen zu sprechen und sie nicht allein mit ihren Problemen zu lassen.

Selbstmorde nehmen besonders am Ende von Ferien zu

„In der Zeit um das Ende langer Ferien steigt die Zahl der Selbstmorde bei Kindern in Japan in der Regel an, sodass wir besonders vorsichtig sein müssen“, so ein Sprecher der Organisation.

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Auf einer Pressekonferenz, die am 19. August im Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie stattfand, sagte Shikou Ishii: „Kinder senden auf verschiedene Weise ein SOS aus, z. B. mit ihren Worten, ihrem körperlichen Zustand oder ihrer Unfähigkeit, Hausaufgaben zu erledigen. Ich hoffe, dass die Menschen in ihrer Umgebung ein ungewöhnliches Verhalten bemerken und ihnen aufmerksam zuhören.“

Nach Angaben des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales ist die Zahl der Selbstmorde unter Grund-, Mittel- und Oberschülern im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 100 auf 499 gestiegen, die höchste jemals verzeichnete Zahl.

Zahl steigt weiter an

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Seit Juni letzten Jahres, als die Schulen wieder geöffnet wurden, nachdem sie wegen des Coronavirus geschlossen waren, ist die Zahl der Selbstmorde im Vergleich zum Vorjahr jeden Monat deutlich gestiegen.

Dieser Anstieg setzte sich auch in der ersten Hälfte dieses Jahres fort. Als Ursache hat das Bildungsministerium die Auswirkungen der durch die Pandemie verursachten sozialen Unruhen genannt.

Anmerkung der Redaktion: Sollten Sie Suizidgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (https://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen helfen konnten, einen Ausweg aus einer problematischen Situation zu finden.

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