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Weniger Selbstmorde in Japan

Selbstmordrate bei Jugendlichen erreicht in Japan Rekordhoch

Die Selbstmordrate bei Menschen in Japan ist auf den niedrigsten Stand seit 1978 gesunken. Allerdings ist die Rate bei Jugendlichen deutlich gestiegen.

Laut des Weißbuchs der Regierung liegt die Rate bei Jugendlichen bei 3,1 Prozent und ist damit um 0,3 Punkte gestiegen.

Selbstmordrate insgesamt erreicht in Japan neuen Tiefstand

Die Gesamtzahl der Menschen, die sich im Jahr 2019 in Japan das Leben genommen haben, sank um 671 oder 3,2 Prozent auf einen Rekordtiefstand von 20.169 Fällen.

Mehr zum Thema:  Todesfälle unter japanischen Stars erhöhen Zahl der Selbstmorde

Dennoch blieb die allgemeine Selbstmordrate in Japan im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften relativ hoch.

Der Jahresbericht für 2019 gibt die Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die Selbstmordrate nicht wieder.

Da jedoch eine Umfrage des Gesundheitsministeriums gezeigt hat, dass die Zahl der Selbstmordfälle ab Juli dieses Jahres in drei Monaten von Jahr zu Jahr gestiegen ist, betonte das Ministerium die Notwendigkeit, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus auf die Selbstmordrate in diesem Jahr sorgfältig zu analysieren.

Im Jahr 2019 stieg die Zahl der Selbstmorde bei den unter 20-Jährigen um 60 Fälle oder 10,0 Prozent auf 659 Fälle, den höchsten Stand seit 2000, während die Zahl bei den älteren Altersgruppen um 1,6 bis 6,8 Prozent zurückging.

In 618 der 659 Fälle bei Menschen unter 20 Jahren waren die mutmaßlichen Gründe für Selbstmord in 202 Fällen Probleme in der Schule, in 138 Fällen gesundheitliche Probleme und in 116 Fällen familiäre Schwierigkeiten.

Gesundheitliche Probleme, Schulden und Beziehungsprobleme häufigster Selbstmordgrund

Die Zahl der Personen, die sich im Alter von 40 bis 64 Jahren das Leben nahmen, ist das zehnte Jahr in Folge rückläufig. In der Alterskategorie bei Männern war der häufigste vermutete Grund für Selbstmord gesundheitliche Probleme, finanzielle und lebenswichtige Probleme, einschließlich hoher Schulden.

Familiäre Probleme, einschließlich Probleme in ehelichen Beziehungen, waren der häufigste Grund für Frauen, sich das Leben zu nehmen

Gesundheitsprobleme waren bei älteren Menschen der häufigste Grund für Selbstmord.

Der Bericht analysierte auch die Selbstmorde bei Menschen mittleren Alters und älteren Menschen zwischen 2009 und 2019. In allen drei analysierten Altersgruppen – 40 bis 64, 65 bis 74 und 75 Jahre oder älter – waren Gesundheitsprobleme mit rund 50 Prozent der Fälle die am häufigsten vermuteten Gründe.

Aber als zweithäufigste Gründe wurden finanzielle und lebensbezogene Probleme von den Altersgruppen der 40- bis 64-Jährigen und der 65- bis 74-Jährigen genannt, während familiäre Probleme von der Altersgruppe der 75-Jährigen genannt wurden, heißt es im Bericht.

Anmerkung der Redaktion: Sollten Sie Suizidgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen helfen konnten, einen Ausweg aus einer problematischen Situation zu finden.

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