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Japans erstes permanentes LGBTQ-Beratungszentrum hat geöffnet

Shinjuku feiert Eröffnung von Japans erstem permanenten Pride House

Schon letztes Jahr sorgte das Pride House Tokyo zu der Rugby Weltmeisterschaft in Japan für Aufsehen. Zu den Olympischen Spielen sollte es nun wieder öffnen, was jedoch aufgrund der Pandemie verhindert wurde. Die Betreiber entschieden nun, dass sie trotzdem dieses Jahr öffnen und so feierte das Pride House Tokyo Legacy kürzlich in Shinjuku seine Eröffnung.

Die Einrichtung im Nichome-Viertel von Shinjuku bietet seit Oktober wie versprochen als LGBTQ-Community- und Support-Center kostenlose Informations-, Beratungs- und Arbeitsvermittlungsdienste. Es ist damit die erste Anlaufstelle für sexuelle Minderheiten in Tokyo, wo sie Beratungen zu verschiedenen Themen bekommen. Gleichzeitig ist es auch das erste permanente LGBTQ-Zentrum in ganz Japan.

Ein Ort, an dem alle willkommen sind

Regelmäßig soll es Online- und IRL-Veranstaltungen geben, wie Netzwerkfunktionen und Jobmessen, um Vielfalt auch am Arbeitsplatz zu fördern und LGBTQ-Personen bessere Chancen zu ermöglichen. Denn nach wie vor gibt es in Japan kein offizielles Anti-Diskriminierungsgesetz und viele sexuelle Minderheiten kämpfen weiterhin gegen Intoleranz.

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Die Beratung wird von eigenen Mitarbeitern übernommen, die allgemein Informationen zu Veranstaltungen oder aktuelle Informationen zu LGBTQ-Themen in Japan bereitstellen. Auch an eine englische Beratung wurde gedacht, allerdings gibt es die nur bei einer frühzeitigen Anmeldung.

Selbstverständlich heißt das Pride House Tokyo Legacy alle Menschen willkommen, egal welches Geschlechts oder sexueller Orientierung. Auch sie können sich beraten lassen und lernen, wie sie die LGBTQ-Community besser unterstützen können. Zusätzlich gibt es in dem Zentrum um die 600 Bücher zum Thema sexuelle Vielfalt, darunter mehrere Manga und wissenschaftliche Veröffentlichungen. Auch hier ist die Nutzung der kleinen Bibliothek wieder kostenlos.

Pride House arbeitet bereits an Ergänzungen

Geleitet wird das Projekt von dem Pride House Tokyo-Konsortium, das aus Aktivisten, Organisationen und Unternehmen besteht. Zusammen setzen sie sich für Vielfalt und Toleranz in Tokyo ein und hoffen, dass das Pride House den Menschen wirklich hilft.

Auch wenn die Einrichtung ein großer Schritt für die LGBTQ-Community in Japan ist, will die Gruppe weiter nach vorne und hat bereits die nächste Sache geplant. Über eine Crowdfunding-Kampagne möchte das Konsortium das Archiv mit historischen und pädagogischen Materialien erweitern. Auch über ein kleines Café wird bereits nachgedacht.

Das Pride House Tokyo Legacy hat jeden Dienstag, Mittwoch und Freitag von 13 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Aufgrund der Coronamaßnahmen sind die Öffnungszeiten eingeschränkt. Ab Januar 2021 sollen dann wieder die normalen Zeiten gelten, wobei es dazu noch keine weiteren Details gab. Weitere Informationen zum Angebot gibt es auf der offiziellen Webseite.

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