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Alter soll von 13 auf 16 Jahre angehoben werden

Studenten fordern eine Anhebung des Schutzalters in Japan

Kindesmissbrauch ist in Japan ein großes Problem, das vor allem immer wieder auf rechtliche Hürden stößt. Eine Gruppe an Studenten will nun Kinder besser schützen und fordert mit einer Petition die Anhebung des Schutzalters.

Am Freitag reichte eine Gruppe aus Studenten mit dem Namen Your Voice Matters eine offizielle Petition beim Justizministerium für Justizministerin Yoko Kamikawa ein. Die etwa 40.000 Unterschriften wurden bei einer Petitionskampagne im Netz gesammelt und fordern die Anhebung des Schutzalters von 13 Jahre auf 16 Jahre. Die Petition hat dabei noch nicht ganz ihr Ziel von 50.000 Unterschriften erreicht und läuft noch.

Bevölkerung weiß kaum über das Schutzalter Bescheid

Eine 21 Jahre alte Studentin von der Kwansei Gakuin University in Hyogo erklärte, dass vielen Menschen in Japan gar nicht bekannt ist, dass das Alter so niedrig ist. Erst durch die Petition seien sie auf das aktuelle Schutzalter aufmerksam geworden. Sie selbst wusste es erst, nachdem es in einem Kurs der Universität behandelt wurde.

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Weiter erklärte die Studentin, dass es wichtig sei das Alter anzuheben, da Minderjährige physisch und psychisch noch zu unreif seien, um sich selbst vor Sexualverbrechen zu schützen. Als Begründung dafür gab sie an, dass in der Zeit Geschlechtsverkehr noch nicht Teil der verpflichtenden Unterrichtsthemen für Junior Highschools ist und die Kinder so häufig gar nichts über sexuelle Übergriffe lernen.

Sexualstrafrecht ist in Japan auch bei Kindern schwammig

Dazu ist 13 allgemein nach internationalen Standards ein niedriges Alter. 16 sei für die Gruppe viel eher angemessen, wenn die Kinder die Mittelschule abgeschlossen haben und reifer sind. Dazu gibt es in weiterführenden Schulen oft Aufklärungsunterricht, sodass die Jugendlichen deutlich besser informiert sind.

Nach dem derzeitigen Gesetz fällt Geschlechtsverkehr mit Kindern unter 13 Jahren nach dem Strafrecht unter Vergewaltigung. Wenn es jedoch zu sexuellem Missbrauch von Personen über 13 Jahren kommt, muss bewiesen werden, dass es sich wirklich um eine gewalttätige Handlung handelt oder das Opfer durch Drohungen gezwungen wurde.

Da Opfer vor allem erklären müssen, ob und wie sie sich gewehrt haben, ist die Anklage wegen sexueller Übergriffe oft nicht einfach und in vielen Fällen kommt es wegen der Rechtslage zu keiner richtigen Verurteilung.

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