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Home News Soziales & Leben Telefonzellen in Fukuoka werden mit Handy-Ladegeräten ausgestattet

Bisher steht der Service nur im Südwesten Japans zur Verfügung

Telefonzellen in Fukuoka werden mit Handy-Ladegeräten ausgestattet

Ein Paar öffentliche Telefonzellen im Südwesten Japans stellen den Menschen ein spezielles Angebot zur Verfügung. Dort wurden Ladegeräte für Handys aufgebaut, die man mieten kann. Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt eines großen Telekommunikationsanbieters.

Die Nippon Telegraph and Telephone West Corp. arbeitet mit einem Hersteller für tragbare Ladegeräte zusammen. Ab sofort sollen in Fukuoka an acht Standorten für sechs Monate tragbare Geräte zum Aufladen des Handys aufgestellt werden. Das in Tokyo ansässige Unternehmen Inforich stellt die Geräte bereit, die in öffentlichen Telefonzellen sowie in Geschäften auf. Dort können sie auch wieder zurückgegeben werden.

Handylade-Stationen zum Mieten

Die Nutzer zahlen 165 Yen (circa 1,30 Euro) für die erste Stunde. Anschließend steigen die Gebühren für die nächsten 48 Stunden auf jeweils 330 Yen (2,60 Euro) pro Stunde. Bevor die Geräte verwendet werden können, müssen die Nutzer außerdem eine spezielle App aufs Handy herunterladen.

Mehr zum Thema:  Japan lehnt Copyright-Klage im Fall Goldfischtelefonzellen ab

In Zeiten, in denen Japan immer wieder von Katastrophen heimgesucht wird, erweisen sich Ladegeräte für Handys als notwendiges Hilfsmittel. Während des Erdbebens 2018 in Hokkaido kamen zahllose Einheimische und Touristen nach Sapporo, um dort im Rathaus ihr Handy aufladen zu können, nachdem in der Präfektur der Strom ausgefallen war.

Um einen solchen Ansturm in Zukunft zu vermeiden, hat Inforich mit der Stadt vereinbart, die Ladegeräte in Katastrophenzeiten in Fukuoka kostenfrei zur Verfügung zu stellen. In Japan gibt es derzeit noch knapp 66.000 öffentliche Telefonzellen. Da allerdings immer mehr Menschen ein Mobiltelefon besitzen, nimmt die Zahl konstant ab.

Telefonzellen werden in Japan Kunstobjekte

Deswegen werden immer wieder Möglichkeiten genutzt, um öffentliche Telefonzellen weiterhin nutzen zu können. NTT West erlaubt so Mobilfunkbetreibern, auf seinen Telefonzellen Funkstationen zu betreiben. Der Mobilfunkbetreiber NTT Docomo will die Nutzung seiner Mobilfunk-Netze ausbauen, indem die Gebühren für einige Angebote weiter gesenkt werden, sodass das Telefonzellen-Sterben wohl noch eine Weile weitergehen wird.

Ein japanischer Künstler hatte die Idee, aus einer alten Telefonzelle eine Art Aquarium inklusive Goldfischen zu machen. Allerdings hatte die Aquarium-Telefonzelle bereits von Anfang an mit verschiedenen Klagen zu kämpfen, die bisher nicht abschließend geklärt wurden.

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