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HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenTokyo will virtuelle Lernplattform für Kinder starten, die nicht zur Schule wollen

Die Kinder sollen miteinander lernen

Tokyo will virtuelle Lernplattform für Kinder starten, die nicht zur Schule wollen

Die Bildungsbehörde der Stadt Tokyo arbeitet gerade an einer neuen virtuellen Lernplattform, die Kinder beim Lernen unterstützen soll. Das Angebot richtet sich vor allem auch an diejenigen, die sonst vermehrt die Schule schwänzen.

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Das neue Programm soll noch in diesem Monat in Zusammenarbeit mit der Schulbehörde des Bezirks Shinjuku getestet werden.

Ein Forum für Kinder

Die Plattform soll den Kindern nicht nur das Lernen erleichtern, sondern ihnen auch die Möglichkeit geben, über Chats und Web-Konferenzsysteme neue Kontakte mit anderen zu knüpfen.

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Das Programm ist in drei „Etagen“ unterteilt. Eine Etage soll speziell für Kinder sein, die sich aus jedweden persönlichen Gründen weigern, die Schule zu besuchen.

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Die Schulkinder, die erst seit einer kurzen Zeit in Japan leben und die japanische Sprache noch nicht so gut verstehen, sollen ebenfalls eine eigene Etage bekommen.

Die letzte Etage wird dann ein offener Bereich sein, der von allein gemeinschaftlich genutzt werden kann.

Unterwegs im Metaverse

Die Kinder können sich mit ihren Avataren frei auf den Etagen bewegen. Die Lehrkräfte werden ebenfalls dort unterwegs sein, um ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Man kann chatten oder sich persönlich mit anderen unterhalten.

Die Bildungsbehörde plant, das Programm ab Frühjahr 2023 auch auf andere Gemeinden der Hauptstadt auszuweiten.

Immer mehr Kinder brechen die Schule ab

Im Jahr 2021 gab es in Tokyo 21.536 Kinder, die den Besuch einer Grund- oder Mittelschule abgebrochen hatten. Das entspricht einem Anstieg um das 1,2-fache gegenüber dem vorherigen Schuljahr.

Die zuständigen Behörden führen diese Entwicklung zum Teil auf die Störung ihres normalen Lebens im Zuge der Coronavirus-Pandemie zurück, die einen extremen Einfluss auf den Alltag an den Schulen hatte. Viele Kinder litten demnach inzwischen unter unbestimmten Angstgefühlen.

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