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HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenUSA wollen Japan beim Ausbau des Arbeitsmarktes für Frauen unterstützen

Vor allem im Technologie-Bereich sieht man gemeinsame Chancen

USA wollen Japan beim Ausbau des Arbeitsmarktes für Frauen unterstützen

Die Vereinigten Staaten und Japan wollen in Zukunft stärker zusammenarbeiten und vor allem Frauen ermutigen, neue berufliche Felder zu erkunden. Japanische Frauen, die sich für Wissenschaft und Technologie interessieren, sollen in diesen Bereichen bessere Karrierechancen bekommen. Bereits nächste Wochen wollen sich die Regierungschefs treffen, um gemeinsame Pläne zu erarbeiten.

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In diesem Jahr hat Japan den Vorsitz der G7-Staaten inne, sodass das Land global besonders im Fokus steht. Deswegen wolle man diese Aufmerksamkeit nutzen, um sich mit der geschlechtsspezifischen Ungleichheit zu befassen. Gemäß Auswertungen einer in der Schweiz ansässigen Denkfabrik ist das Land im Bereich Gleichbehandlung der Geschlechter das Schlusslicht unter den G7-Staaten.

Männer und Frauen sollen gleich behandelt werden

Die US-Regierung stellt demnächst eine erste ressortübergreifende Strategie vor, die Frauen unterstützen soll, wirtschaftlich sicherer zu werden, sodass sie Gelegenheiten bekommen, sich in bisher eher unbekannten Bereichen auszuprobieren. Gleichzeitig sollen Frauen Zugang zu besseren Arbeitsplätzen bekommen, damit das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern nicht mehr so groß ausfällt. Unternehmen, die ihre weiblichen Angestellten dabei unterstützen, sollen Förderungen erhalten. Insgesamt ist geplant, Hindernisse für Frauen auf dem Arbeitsmarkt abzubauen.

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Die Tatsache, dass Männer und Frauen gleich bezahlt werden, könnte nach amerikanischen Berechnungen das globale Bruttoinlandsprodukt weltweit um 5,3 Billionen Dollar erhöhen. Die Gleichstellung der Geschlechter ist außerdem ein wichtiger Beitrag zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Weibliche Angestellte sollen vor allem klassische männlich dominierte Sektoren wie Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik für sich entdecken. In diesen MINT-Bereichen spielen Frauen bisher wirtschaftlich noch keine wirkliche Rolle.

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Seitens der USA sind die Verantwortlichen überzeugt, dass US-Präsident Biden und der japanische Premierminister Kishida bei ihrem bevorstehenden Treffen über die Gleichstellung der Geschlechter sprechen werden. Besonders in den MINT-Sektoren will man gemeinsam mit Japan die Bemühungen steigern, dort zukünftig mehr Arbeitnehmerinnen in den Unternehmen zu haben. Durch eine enge Zusammenarbeit, vor allem im wirtschaftlichen Sektor, wollen beide Regierungen ihre Beziehungen stärken.

Japan hat großen Nachholbedarf

Der G7-Vorsitz sei für Japan eine große Chance, sich mit der Rolle der Frau in der Wirtschaft erneut auseinanderzusetzen. Da die Vorsitzenden stets eine Führungsrolle übernehmen sollten, bestehen gute Chancen, dass in Zukunft mehr weibliche Beschäftigte in den internationalen Betrieben des Landes zu verzeichnen sein werden. Bei einem Vergleich über geschlechtsspezifische Unterschiede und Benachteiligungen in den Ländern lag Japan im letzten Jahr auf Platz 116 von insgesamt 146 Ländern, die verglichen wurden. Damit lag das Land weiter hinter Italien, das nächstgelegene G7-Land im Ranking, das sich auf Platz 63 wiederfand.

Japan gewährt seinen Einwohnern viel Zugang zu Bildung und auch der Gesundheitssektor gilt als höchst erfolgreich. Die wirtschaftliche Teilhabe der weiblichen japanischen Bevölkerung gibt aber weiterhin viel Raum für Kritik. In der Politik und auch in Leitungspositionen findet man weibliche Vertreter eher selten, was in der Vergangenheit bereits des Öfteren angeprangert wurde.

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