Anzeige
HomeNachrichten aus JapanSoziales & LebenViele berufstätige Frauen in Japan wären lieber Hausfrau und Mutter

Eine Umfrage fand heraus, dass jede dritte Angestellte in Japan auch zu Hause ganz zufrieden wäre

Viele berufstätige Frauen in Japan wären lieber Hausfrau und Mutter

In einigen Regionen Japans gibt es bis heute ein klares Frauenbild. Frauen sind Ehefrau und Mutter und bleiben deswegen zu Hause, während der Mann das Geld verdient. Eine aktuelle Umfrage belegt, dass einige Angestellte in Japan mit dieser Lebensvorstellung durchaus etwas anfangen können. Gerade wenn sie Mutter sind, finden viele Berufstätige eine neue Rollenverteilung gar nicht so schlecht.

Anzeige

Trotzdem ist es größtenteils in Japan heute die Norm, dass Frauen nach dem Ende ihrer Ausbildung einen Job annehmen. Anders als in westlichen Ländern ist es in Japan. Unter dem Strich ist es aber so, dass viele Frauen nach der Geburt des ersten Kindes dazu übergehen, in Vollzeit zu Hause zu bleiben. Eine Umfrage ergab, dass dieser Lebensstil für einige Frauen in Japan bis heute attraktiv ist.

Lebensbilder treffen aufeinander

Die Sony Life Insurance sammelte in den letzten sieben Jahren Daten zum Lebensstil von Frauen in Japan, die jetzt veröffentlicht wurden. Dabei wurden 1.000 japanische Frauen im Alter zwischen 20 und 69 Jahren befragt. Eine der Fragen, mit denen sich die Frauen konfrontiert sahen, war die, ob sie lieber Hausfrauen wären. Insgesamt sagte jede dritte Befragte eindeutig „Ja“.

LESEN SIE AUCH:  Immer mehr Frauen und Männer in Japan wollen nicht heiraten

Mit zunehmendem Alter nimmt die Anzahl derer, die mit der Rolle der Hausfrau und Mutter sehr zufrieden sind, zu. Je älter die Befragten waren, desto eher konnten sie der Vorstellung, zu Hause zu bleiben, etwas abgewinnen. Scheinbar gewinnt in Japan mit zunehmendem Alter die Option Hausfrau zu werden an Attraktivität. Bei den Befragten zwischen 60 und 69 Jahren sinkt diese Zahl allerdings wieder. Einige Frauen haben die positiven Aspekte eigenes Geld zu verdienen als Teil ihrer Identität angenommen und können es sich deswegen nicht mehr vorstellen, darauf zu verzichten.

Hausfrau und Mutter zu sein, wird gesellschaftlicher mehr geschätzt

Anzeige

Außerdem dem Alter wurde auch zwischen Frauen unterschieden, die schon Kinder haben und solche, die bisher kinderlos geblieben sind. Dabei kam heraus, dass Angestellte ohne Kinder eher bereit sind, ihren Job aufzugeben, um zu Hause zu bleiben. Obwohl viele sagten, dass sie gern mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollten, war bei den Müttern die Bereitschaft auf ein eigenes Einkommen zu verzichten geringer.

Ebenfalls bemerkenswert ist, dass viele berufstätige Frauen glauben, wegen ihrer Arbeit einen gesellschaftlichen Nachteil zu haben. Immerhin 67 Prozent der Befragten, sind dieser Meinung, während nur 8,3 Prozent sich gegen diese These aussprachen. Jüngere berufstätige Frauen lassen sich von dieser Vorstellung eher beeinflussen, als es später der Fall ist. Deswegen gaben einige zu, lieber Hausfrau sein zu wollen, weil dies in der Öffentlichkeit besser klingt, als die Ankündigung Karriere machen zu wollen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neuste Artikel