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1,4 mal soviel wie im Vorjahr

Spenden durch Heimatsteuer erreichen ein Rekordhoch

In Japan kann man durch die Heimat-Steuer Geld an seine Heimatregion spenden. Der Gesamtbetrag dieser Heimatsteuerspenden hat im Jahr 2020 ein Rekordhoch erreicht.

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Im Geschäftsjahr 2020, das im März endete, belief sich die Summe der Heimatsteuer-Spenden auf insgesamt 672,5 Milliarden Yen (etwa 5,1 Milliarden Euro).

Immer mehr Menschen spenden

Damit betrug die Summe das 1,4 fache der Summe des Vorjahres. Die Zahl der Spenden stieg auf rund 34,89 Millionen Fälle und erreichte damit im zwölften Jahr in Folge seit Einführung des Systems einen Rekordwert.

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Der Anstieg spiegelt offenbar die wachsende Zahl von Spendern wider, die inmitten der COVID-19-Pandemie zu Hause bleiben und regionale Produkte als Gegengeschenke genießen wollen. So gibt es Spezialitäten aus der Region. Alls besonderes Highlight unter anderem auch einen speziellen Käfer.

Miyakonojo mit den meisten Spenden

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Im Rahmen des „furusato nōzei“-Systems können die Bürger an Kommunalverwaltungen ihrer Wahl spenden und im Gegenzug Steuervergünstigungen für Wohngebäude erhalten. Viele Empfängergemeinden bieten den Spendern im Gegenzug Geschenke an.

Die Stadt Miyakonojo in der Präfektur Miyazaki erhielt mit 13,53 Milliarden Yen (etwa 103 Millionen Euro) die meisten Spenden, gefolgt von der Stadt Monbetsu in Hokkaido mit 13,39 Milliarden Yen (etwa 102 Millionen Euro) und der Stadt Nemuro, ebenfalls in Hokkaido, mit 12,55 Milliarden Yen (etwa 96 Millionen Euro).

Steuererleichterungen durch Spenden an Heimatregion

Der Gesamtbetrag der Steuererleichterungen für Wohngebäude, die im Rahmen des Systems im Jahr 2021 gewährt werden werden, beläuft sich auf rund 431,1 Milliarden Yen (etwa 3,3 Milliarden Euro) und ist damit 1,2 Mal so hoch wie im Vorjahr.

Der Betrag der Spende abzüglich 2.000 Yen wird von der Wohnsteuer des Spenders abgezogen.

Das System wurde im Juni 2019 dahingehend geändert, dass die Gegenleistungen auf lokale Produkte im Wert von höchstens 30 % des Spendenbetrags beschränkt sind, nachdem einige Gemeinden unter dem alten System mit teuren Gegenleistungen geworben hatten.

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