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HomeNachrichten aus JapanSperrgebiet Futaba feiert erste Reisernte seit 2010

Stadt bereitet sich auf kommerziellen Anbau vor

Sperrgebiet Futaba feiert erste Reisernte seit 2010

Auch nach zehn Jahren nach der nuklearen Katastrophe sind einige Orte in Fukushima so verstrahlt, dass die Menschen nicht zurückkönnen. Trotzdem versucht man langsam wieder zur Normalität zurückzukehren wie beim Reisanbau.

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In der Stadt Futaba wurde am Mittwoch zum ersten Mal seit elf Jahren wieder Reis geerntet. Drei Farmer reisten an, um im Shimohatori Stadtviertel ein 10 Hektar großes Feld abzuernten. Der Bauer Osamu Kohata sagte, dass ihm die Ernte sehr emotional gemacht hat. Er hofft, dass ihr Versuch anderen ein Vorbild ist.

Reisanbau soll fortgeführt werden

Der Reis wurde als Experiment angebaut und wird nun von der Präfektur Fukushima auf die radioaktive Belastung untersucht. Gegessen wird der Reis nicht, sondern komplett entsorgt.

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Man will sich mit dem Versuch auf die Wiederaufnahme der Landwirtschaft vorbereiten, die hoffentlich in der Zukunft wieder möglich ist. Sollten die radioaktiven Werte unter dem Limit der Regierung liegen, will die Stadt seine Versuche fortsetzen. Der umfassende Anbau ist für 2025 geplant.

Hoffnung auf Normalität

Die Stadt, in welcher das zerstörte Kernkraftwerk Fukushima Daiichi steht, ist weiterhin ein Sperrgebiet. Shimohatori möchte allerdings nächsten Frühling den Evakuierungsbefehl für das Viertel aufheben.

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Auch andere verstrahlte Gemeinden hoffen, dass sie bald wieder Landwirtschaft betreiben dürfen und führen eigene Experimente durch. Man will dabei nicht nur die Wirtschaft ankurbeln, sondern auch mehr Bewohner anlocken. In viele der Städte und Dörfer, die wieder freigegeben wurden, sind kaum Menschen zurückgekehrt. Zu groß ist die Angst vor der Strahlung.

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