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Spitzen-Universität in Japan wirft in vier Monaten vier Mitglieder wegen Voyeurismus raus

Die älteste Universität Japans gehört auch heute noch zu den besten, zumindest in fachlicher Hinsicht

Die Absolventen der Keio-Universität haben gute Chancen, nach ihrem Abschluss einen hohen Posten in der japanischen Gesellschaft zu besetzen. Allerdings hat die renommierte Lehranstalt zurzeit mit Image-Problemen zu kämpfen.

Vor Kurzem wurde bekannt, dass ein ehemaliger Abteilungsleiter an der Keio-Universität verhaftet wurde, weil er heimlich Videos von Frauen aufgenommen hatte, die auf dem Campus die Toilette benutzen. Berichten zufolge hatte der 49-Jährige eine Kamera auf einer der Damentoiletten angebracht. Im März 2019 bemerkte eine Frau das winzige Aufnahmegerät und meldete es der Polizei. Die Untersuchungen führten direkt zu dem Angestellten, der seine Tat inzwischen zugab.

Sowohl Studenten als auch Angestellte betroffen

Die Polizei beschlagnahmte den Computer des Mannes und fand mehr als 1.000 Filme, die von versteckten Kameras überall auf dem Gelände der Lehranstalt aufgenommen worden waren. Es handelte sich um die vierte Verhaftung wegen Voyeurismus an der Keio-Universität. Im Oktober 2019 beschuldigten Frauen Mitglieder des American-Football-Teams der Schule, geheime Bilder von ihnen während eines Sommercamps aufgenommen zu haben.

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Im November verhaftete die Polizei einen auf Nano-Technologie spezialisierten Professor, weil er ein Höschen von einem Balkon in der Stadt Ichikawa gestohlen haben soll. Im Dezember 2019 löste die Universität ihr männliches Cheerleader-Team auf, nachdem ein Magazin die Mitglieder beschuldigt hatte, geheime Aufnahmen von ihren weiblichen Team-Mitgliedern gemacht zu haben.

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Image-Schaden für die Universität garantiert

Zum Zeitpunkt des Vorfalls mit dem Football-Team befragte ein Online-Magazin einen ehemaligen Studenten des Keio-Teams. Dieser erklärte, dass es einen ähnlichen Vorfall bereits 2017 gegeben habe, der allerdings seitens der Universität vertuscht wurde. Mit den ersten Anschuldigungen 2019 wurde anscheinend eine Schleuse geöffnet, die dazu führte, dass mehr Frauen sich meldeten, nachdem sie ebenfalls in ihrem privaten Lebensbereich unerlaubt gefilmt wurden.

Ob es sich nur um die Spitze des Eisbergs handelt oder die Keio-Universität noch weitere unangenehme Überraschungen enthüllt, bleibt abzuwarten. Wie die Universität mit dem Image-Schaden umgehen wird, sollten weitere Vorfälle an die Öffentlichkeit gelangen, wäre jedoch sehr interessant. Die Polizei ist auf jeden Fall sensibilisiert.

NHK Web

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