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Japanerin erringt in knappem Match den Sieg

Beliebte Tennisspielerin Naomi Osaka gewinnt US-Open

In den letzten Wochen liefen erneut die US-Open und Naomi Osaka sorgte dabei schon vor dem Finale für eine Menge Aufsehen. Nicht nur dass sie die zwei Wochen fast fehlerfrei überstand, zusätzlich setzte sie ein deutliches Zeichen gegen Rassismus gegen Schwarze. Am Samstag stand sie nun im Finale und holte sich wie erwartet den Titel.

Es war ein knapper Sieg in drei Sätzen gegen Victoria Azarenka aus Belarus im Arthur Ashe Stadium in New York. Im ersten Satz ging es für Osaka noch mit 1:6 aus. Den Sieg holte sie sich dann mit den anderen beiden Sätzen mit jeweils 6:3.

Naomi Osaka als Stimme gegen Rassismus

In einem Interview erklärte Naomi Osaka, dass es ihr wirklich peinlich gewesen wäre, wenn sie in unter einer Stunde verloren hätte. Sie gab sich deswegen so viel Mühe wie sie konnte, um den Titel zu bekommen. Für sie ist es bereits der dritte große Preis dieses Jahr.

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International gab es viele Glückwünsche für den Sieg und auch in Japan war die Freude groß. Vor allem ihre Protestaktion hat dafür gesorgt, dass die Problematik der Polizeigewalt gegen Schwarze in den japanischen Medien viel Aufmerksamkeit bekommt.

Naomi Osaka trug zu jedem Match unterschiedliche Masken, auf denen jeweils der Name einer schwarzen Person stand, die oder der von der Polizei getötet wurde. In der ersten Runde stand der Name Breonna Taylor auf der Maske. Die unbewaffnete Notfallsanitäterin wurde diesen März von Polizisten in Louisville, Kentucky mitten in der Nacht in ihrem eigenen Haus erschossen. Der Fall ist bis heute nicht aufgeklärt und nach wie vor fordern die Menschen Gerechtigkeit für Taylor.

Nur wer nicht schweigt, kann etwas bewegen

Bei den folgenden Matches standen die Namen Elijah McLain, Ahmaud Arbery, Trayvon Martin, George Floyd und Philando Castile und Tamir Rice auf der Maske von Osaka. Rice war der Name, den sie auch im Finale trug. Es handelt sich dabei um einen 12 Jahre alten Jungen, der November 2014 in Cleveland erschossen wurde, als er mit einer Airsoft im Park gespielt hatte.

Osaka selbst hoffte mit ihrer Aktion eine wichtige Botschaft an alle Zuschauer zu senden. Die Leute sollen laut über die Probleme, den Rassismus und die Todesfälle reden. Bei den Western & Southern Open hatte sich Osaka aus dem Halbfinale aus Protest gegen die Diskriminierung von Schwarzen zurückgezogen.

Die Aktion schlug hohe Wellen und viele Kollegen sowie andere Sportler unterstützen den Protest. Als Reaktion pausierten die Organisatoren das Turnier und stellten sich ebenfalls auf die Seite von Osaka. Auslöser für den Protest waren die Schüsse auf den unbewaffneten Jacob Blake, dem Polizisten achtmal in den Rücken schossen und ihn schwer verletzten.

Corona-Pause war willkommen

Als Nächstes soll Osaka bei den French Open antreten, die auf den 28. September verschoben wurden. Sie ist sich allerdings noch nicht ganz sicher, ob sie wirklich antreten möchte. Zu der derzeitigen Pandemie und der dadurch erzwungenen Pause sagt sie, dass sie ihr gutgetan hat.

Nach ihrem sensationellen Sieg bei den US-Open 2018 hatte sie nach Angaben keine Zeit zur Ruhe zu kommen. Nun konnte sie endlich ein wenig über sich selbst nachdenken, was sie erreichen will und wie die Menschen sich an sie erinnern sollen.

In Japan ist sie jedenfalls eine Heldin und ihr neuster Sieg hat den Platz im Herzen der Japaner nur noch verfestigt. Gleichzeitig ist sie eine der lauten Stimmen der Generation, die sich gegen Rassismus einsetzt, der auch in Japan weiterhin ein großes Problem ist und den Naomi Osaka selbst regelmäßig zu spüren bekommt.

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