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Die erste Jockey-Frau im japanischen hochrangigen Pferderennen

Fujita war am 17. Februar die erste Jockey-Frau, die in der 65-jährigen Geschichte der Japan Racing Association (JRA) an einem hochrangigen Grade One (G1) Pferderennen teilnahm.

An einem schönen Sonntagnachmittag packten mehr als 60.000 Fans die Tokyo Pferderennbahn, um den historischen Moment zu erleben, als Nanako Fujita das Pferd namens Copano Kicking bestieg.

„Als ich das Geräusch der Vorrennen-Fanfare, die ich aus dem Fernsehen kannte, und wilden Applaus hörte, hatte ich Tränen in den Augen“, sagte der 21-jährige aufsteigende Stern. „So etwas habe ich noch nie erlebt.“

Unter 133 Jockeys, die zur JRA gehören, ist Fujita die einzige Jockey-Frau. Auch bei der National Association of Racing sind nur 5 von 270 Jockeys weiblich.

1996 sprengten die ersten drei japanischen Jockey-Frauen Barrieren und traten der JRA bei. Aber es gab seit 2013 keine weiblichen Jockeys mehr, bis Fujita im März 2016 ihr Debüt gab.

JRA veranstaltet etwa 3.400 Rennen pro Jahr, von denen nur 24 als G1 eingestuft werden. Um sich für ein G1-Rennen zu qualifizieren, muss ein Jockey mindestens 31 Rennen gewinnen. Dies hat Frau Fujita 2018 erreicht.

Fujitas Strategie – Ruhe behalten

Frau Fujita sagte, sie sei vor dem großen Rennen nicht nervös. Aber für den 4-jährigen Copano Kicking wäre es sein erstes 1.600-Meter-Rennen. Sein längstes war bislang 1.400 Meter.

Pferderennen Japan Jockeyfrau
Bild: Asahi Shimbun

Um die Ausdauer des Wallachs für die letzten 200 Meter zu erhalten, hat Fujita eine eigene Strategie entwickelt. Sie blieb in der ersten Hälfte aus – ein mutiger Zug, der sich fast ausgezahlt hat.

Frau Fujita hielt ihr Pferd ruhig und unter Kontrolle. Deswegen waren sie für die erste Halbzeit des Rennens ganz hinten, genau wie geplant. Das Rennen erwies sich jedoch als unerwartet langsam.

Inti, ein 5-jähriges männliches Pferd, das unter dem legendären Jockey Yutaka Take von Anfang an die Führung übernahm und schließlich das Rennen gewann, überschritt mit 1 Minute und 0,2 Sekunden die 1.000-Meter-Marke.

Ein solches Tempo erwies sich für Stretchrunner wie Copano Kicking als nachteilig.

Unter Fujita machte der Wallach jedoch in den letzten 600 Metern bis zum Ziel einen erstaunlichen Sprung. Copano Kicking, der den ganzen Weg hinter den anderen war, erzielte die zweitschnellste Zeit für die Homestretch unter den 14 Pferden.

„Es war eine sehr gute Fahrt für ihr erstes G1-Rennen“, sagte Yasuhiro Nemoto, ein Pferdetrainer und Mentor von Fujita, nach dem Rennen.

Jockey-Frau sorgt für Aufmersamkeit

Anscheinend hat Fujitas Präsenz der von Männern dominierten Pferderennwelt einen willkommenen Schub gegeben. Rund 61.000 Zuschauer packten an diesem Tag die Tokyo Racecourse, ein Plus von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verkauf von Wettscheinen für die Februar-Strecken betrug 15,1 Milliarden Yen (ungefähr 120 Millionen Euro). Das macht einen Anstieg von 17,2 Prozent gegenüber dem Rennen im Vorjahr.

Der Besitzer von Copano Kicking, Sachiaki Kobayashi, war nach dem Rennen begeistert und bat Fujita, den Wallach wieder zu reiten.

Die zweite G1-Herausforderung des Paares wird wahrscheinlich der Kashiwa Kinen sein. Ein Rennen, das NAR am 6. Mai auf der Funabashi Racecourse in der Präfektur Chiba veranstalten.

Quelle: The Asahi Shimbun

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