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In der Nippon Pro-Baseball-Liga und der J-League dürfen Zuschauer wieder ins Stadion

Japan erlaubt wieder bis zu 5.000 Zuschauer bei Sportveranstaltungen

In Japan steigt die Zahl an Corornafällen momentan wieder an. Nach der vollständigen Aufhebung des Ausnahmezustands und der vollständigen Reisefreiheit zwischen den Präfekturen sind die Fallzahlen gestiegen.

Dennoch erlaubt die japanische Regierung nun wieder bis zu 5.000 Menschen die Teilnahme an Sport- oder anderen Veranstaltungen. Den Anfang machen die professionelle Baseball- und Fußballligen.

Wieder 5.000 Zuschauer bei den Spielen

Die Regierung hat in Absprache mit den Ligen erlaubt, dass statt wie bisher nur 1.000 Zuschauer sogar 5.000 Zuschauer zu den Spielen kommen können. Eines der ersten Spiele, bei dem wieder Zuschauer zugelassen werden sollten, war das der Yomiuri Giants gegen die Yakult Swallows in der Nippon-Profibaseball-Liga.

Eine Stunde später war es dann soweit und auch beim Zweitliga-Spiel zwischen Fagiano Okayama und Giravanz Kitakyushu wurden die Zuschauer zurück in den Stadien begrüßt.

Fans äußern Bedenken, Spieler zeigen sich erfreut

Ein Fan, der aus der Präfektur Wakayama angereist war, um die Swallows anzufeuern, äußerte Bedenken gegenüber den Menschenmassen in den Hallen.

„Es ist in Ordnung, wenn es draußen ist, aber würden Spiele in Kuppeln und dergleichen nicht das Infektionsrisiko erhöhen?“

Hotaka Yamakawa, der in den vergangenen zwei Spielzeiten die Pazifik-Liga von NPB in Homeruns angeführt hat, traf im ersten Inning im Zozo-Marine-Stadion von Chiba im Spiel gegen die Lotte Marines auf die Seibu Lions. „Vor allen Leuten spielen zu können, gibt einem ein Gefühl der Freude“, sagte er.

Gemeinsame Erfahrung unter anderen Umständen

Da die Fans nicht wie sonst ihre Mannschaft mit den traditionellen Fangesängen und Anfeuerungsrufen unterstützen konnten, reagierten sie individuell auf jeden Spielzug. Das war ein ungewohntes Gefühl für die Sportler, aber sie freuten sich, überhaupt wieder Spieler in den Stadien begrüßen zu können.

Tomoya Sato, ein 21-jähriger Universitätsstudent aus Chiba, war beim Spiel der Marines-Lions dabei. „Die Aufregung mit anderen zu teilen, ist die wahre Freude, persönlich dabei zu sein“, sagte Sato.

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Im Koshien-Stadion in der Nähe von Osaka reagierten die Fans, die gebeten worden waren, nicht zu schreien, auf einen Home Run von Koji Chikamoto von den Hanshin Tigers, der Heimatstadt der Hanshin Tigers, indem sie klatschten und Megaphone zusammenschlugen.

Auch in der J-League wieder Zuschauer

Die Fans der J-League-Erstliga werden am Wochenende die Gelegenheit haben, ihre Lieblingsvereine in Aktion zu sehen.

Dieser Schritt erfolgt trotz der wieder zunehmenden Coronavirus-Infektionen in Japan. Tokyo meldete am Vortag einen Tagesrekord von 224 Infizierten, sodass viele Menschen eine zweite Infektionswelle in der Hauptstadt fürchten.

Die landesweite Gesamtzahl der Fälle beläuft sich nun auf über 20.700, ausgenommen 712 von dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess, das im Februar in Yokohama bei Tokyo unter Quarantäne gestellt wurde.

Fans sollen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen

Bei der Begrüßung der Fans in den Stadien werden die NPB- und J-League-Teams die Temperaturen der Zuschauer kontrollieren und sie auffordern, in den Stadien Masken zu tragen. Die Vereine fordern die Fans auch auf, von traditionellen Anfeuerungspraktiken Abstand zu nehmen, von denen angenommen wird, dass sie das Infektionsrisiko erhöhen.

Die Anzahl der pro Spiel zugelassenen Zuschauer ist derzeit auf 5.000 Personen begrenzt, wobei geplant ist, diese Zahl am 1. August auf bis zu 50 Prozent der Kapazität eines Spielortes zu erhöhen, je nach Stand der Infektionen im ganzen Land.

Unterschreitung der Zuschauerzahlen bleibt den Vereinen überlassen

Die Entscheidung bleibt jedoch jedem Klub selbst überlassen, da die Nippon Ham Fighters in der Pazifik-Liga der NPB bereits erklärt haben, dass sie bei ihrem Spiel gegen die Orix Buffaloes am 1. August im Sapporo Dome das Limit von 5.000 Zuschauern einhalten werden.

Die NPB-Saison 2020 begann am 19. Juni mit dreimonatiger Verspätung hinter verschlossenen Türen. Die erste Liga der J-League wurde letzte Woche nach einer etwa viermonatigen Pause wieder aufgenommen, nachdem die J2 wieder angelaufen war und die J3 schließlich am 27. Juni begann.

kyodo

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