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HomeNachrichten aus JapanSport in JapanJapan startet seine erste professionelle Frauenfußballliga

Liga besteht aus elf Teams

Japan startet seine erste professionelle Frauenfußballliga

Fußball gehört in Japan zu den beliebtesten Sportarten. Vor allem die Frauen haben bereits international bewiesen, dass sie den Sport beherrschen. Nun bekommen sie auch endlich ihre eigene professionelle Fußballliga.

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Am Sonntag fiel offiziell der Startschuss für die Women Empowerment League, kurz WE League. Es wird damit die Amateurliga Nadeshiko als bisher höchste Spielklasse abgelöst. Die insgesamt elf Teams der neuen Liga sind nun dazu verpflichtet, mindestens 15 Spielerinnen mit einem Profivertrag zu haben. Anders als bei der J-League der Männer läuft die Saison wie in Europa bis Ende kommenden Mai.

Japans Frauenfußball soll seinen alten Glanz zurückerhalten

Beim Eröffnungsspiel der Saison standen sich im Noevir-Stadion INAC Kobe Leonessa und Omiya Ardija gegenüber. Aufgrund der Corona-Maßnahmen waren nur 4.123 Zuschauer anwesend. Diese fieberten trotzdem mit und feierten am Ende den Heimsieg von INAC Kobe Leonessa, die mit einem 5: 0 gewannen.

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Mit der Liga hofft man, dem Frauenfußball in Japan wieder Leben einzuhauchen und der Frauenfußballnationalmannschaft zu erneutem Glanz zu verhelfen. Die Mannschaft konnte 2011 mit seinem Sieg bei der Weltmeisterschaft ihren bisher größten Erfolg feiern.

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Seitdem sich die Mannschaft aber nicht für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 qualifizieren konnte und bei der Weltmeisterschaft 2019 schon in der ersten Runde ausschied, befindet sich der Sport in einer Krise. Man will nun professioneller arbeiten und so auch neue junge Talente begeistern.

Frauenfußballliga will sich für Frauen allgemein einsetzen

Gleichzeitig will die Liga auch eine führende Rolle beim sozialen Aufstieg der japanischen Frauen einnehmen. Aus dem Grund wurde jeder Verein gebeten, mindestens eine Frau im Trainerstab und im Vereinsvorstand zu haben. Frauen sind in Japan kaum in Führungspositionen zu finden, auch nicht bei Sportverbänden, was man ändern will.

Jedes Stadion Team ist zusätzlich dazu verpflichtet, eine Kindertagesstätte einzurichten, da man Spielerinnen mit Kindern unterstützen und mehr Familien mit kleinen Kindern in die Stadien locken will.

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