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Japan zieht zum ersten Mal ins Viertelfinale der Rugby-Weltmeisterschaft ein

In einem harten Match gelang es Japan zum ersten Mal, Schottland zu schlagen

Am Sonntag stand das finale Vorrundenspiel für Japan bei der Rugby-Weltmeisterschaft 2019 an. Ihr Gegner Schottland war dabei kein einfacher Kontrahent, da sie ebenfalls noch einen Platz im Viertelfinale wollten. In einem wirklich nervenzehrenden Match holten sich die tapferen Blüten dann doch noch den Sieg und sorgten für ein historisches Ereignis.

Im Yokohama-Stadium standen sich Japan und Schottland am Sonntagabend gegenüber. Vor Spielbeginn verfiel das Stadium in absolute Stille, als es eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer des Taifuns gab, der einen Tag zuvor in Japan wütete. Danach ging es mit viel Energie los und Japan gelang es in den ersten Minuten fast, die ersten Punkte zu machen.

Schottland macht massiven Druck

Stattdessen gelang es dem Schotten Finn Russel in der sechsten Minute einen Versuch zu machen mit einer erfolgreichen Erhöhung durch Greig Laidlaw. Japan glich jedoch dank Kotaro Matsushima und Yu Tamura in der 17. Minute aus. Die Führung gelang ihnen dann in der 25. Minute mit einem Versuch von Keita Inagaki und einer Erhöhung, erneut durch Tamura. Kurz vor der Halbzeit gelang es ihnen, weitere sieben Punkte mit Kenki Fukuoka und Tamura zu ergattern.

Mit 21:7 startete die zweite Halbzeit, die keinesfalls einfach werden sollte. Schottland glaubte nämlich weiter an den Sieg. Erneut legte Fukuoka in der 42. Minute einen Versuch und Tamura schoss die Erhöhung. Doch dann drehte Schottland richtig auf und holte sich in der 49. Minute weitere sieben Punkte dank WP Nel und Greig Laidlaw. Gleich danach schafften sie mit viel Kraft den dritten Versuch und die dritte Erhöhung.

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Dadurch geriet Japan stark unter Druck, denn die Schotten gelangten immer wieder direkt bis kurz vor die Mallinie. Mit sehr viel Kraft gelang es Japan jedoch tatsächlich, bis zum Schluss den Schotten standzuhalten und ihnen keine Punkte mehr zu schenken.

Mit 28:21 feierten sie ihren ersten Sieg gegen Schottland und gleichzeitig ihren allerersten Einzug ins Viertelfinale. Zusätzlich sind sie nun das erste asiatische Team, das es jemals ins Viertelfinale der Rugby-Weltmeisterschaft schaffte.

Nach dem Spiel sprach Haupttrainer Jamie Joseph davon, dass seine Gedanken bei den Familien sind, die Menschen während des Taifuns verloren. Gleichzeitig war er sehr stolz auf das Team, das so lange für den Erfolg trainierte. Er gab dabei zu, dass Schottland sie teilweise etwas übertraf, sagte jedoch, dass die Japaner in den wichtigen Punkten besser waren. In den letzten entscheidenden Minuten wollten die Spieler einfach nicht verlieren und für die Menschen spielen, die ihnen halfen, so Joseph. Es sei ein ganz besonderer Moment für die Mannschaft und für Japan.

Letzte Finalisten fürs Viertelfinale

Schottlands Kapitän lobte hingegen Japan für die unglaublich schnelle Spielweise und ihren Ballbesitz in der ersten Halbzeit. Sie haben sich zwar in der zweiten Phase wirklich angestrengt, es war jedoch schwierig bei so vielen Punkten wieder aufzuholen. Schottland muss nun leider nach Hause fahren und Japan steht nächstes Wochenende dem Giganten Südafrika gegenüber, den sie jedoch 2015 mit einem Sensationssieg bereits einmal schlugen.

Am Sonntag spielten ebenfalls noch Wales und Uruguay mit einem Ergebnis von 35:13 und die USA gegen Tonga mit einem 19:31. Tonga und die USA sowie Uruguay sind aus der Weltmeisterschaft ausgeschieden. Das Spiel Namibia und Kanada fiel aufgrund des Taifuns aus, wobei beide Teams ebenfalls nicht mehr dabei sind.

Schon am Samstag musst der Rugby-Verband das Spiel von Frankreich gegen England und Neuseeland gegen Italien wegen des Taifuns absagen. Von den Mannschaften sind Neuseeland, England und Frankreich weiter. Am selben Tag fand allerdings noch das Spiel von Irland und Samoa statt, das 47:5 ausging. Samoa war schon vorab aufgrund der Punkte sicher ausgeschieden. Freitag spielte dazu noch Australien gegen Georgien und gewann mit 27:8. Sie sicherten sich so gleichermaßen einen Platz im Viertelfinale.

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