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Damit hat er einen Weltrekord aufgestellt

Japaner durchquert Japan in sechs Tagen mit dem Rad

Radfahren ist in Japan beliebt wie noch nie, viele Menschen pendeln nun auch auf diesem Weg zur Arbeit. Für manche ist es auch ein Hobby oder eine schöne Freizeitbeschäftigung.

So ging es auch Akihiro Takaoka, der nun dank dieses Hobbys im Guinness-Buch der Rekorde steht. Denn er hat es geschafft, ganz Japan auf einer Strecke von 2.600 Kilometern in nur sechs Tagen mit dem Rad zu durchqueren.

400 Kilometer pro Tag mit dem Rad

Der 43-jährige Takaoka war eigentlich Investment-Banker, gab diesen Beruf aber zugunsten seiner Leidenschaft, dem Radsport, auf. Am 5. August begann er seine Tour durch Japan am Kap Sata in der Präfektur Kagoshima. Sie endete nach sechs Tagen, 13 Stunden und 28 Minuten am Kap Soya in Hokkaido.

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„Ich fühle mich voller Energie und Erleichterung“, sagte er, als er das Ziel erreichte.

Er brach den bisherigen Radrekord für diese Distanz um 30 Stunden und neun Minuten. Seine Leistung wurde Ende Oktober von Guinness World Records anerkannt.

Dabei war er nicht die ganze Strecke nur mit dem Rad unterwegs, es gab Stellen, an denen dies nicht möglich war: Er musste zu Fuß durch den unterseeischen Kanmon-Tunnel zwischen den Präfekturen Fukuoka und Yamaguchi reisen und benutzte eine Fähre, um die Tsugaru-Straße zwischen der Aomori-Präfektur und Hokkaido zu überqueren.

Das größte Problem auf der Reise sei der Schlafmangel gewesen, so Takaoka.

Er plante, jeden Tag 16 Stunden in die Pedale zu treten, um 400 km zurückzulegen, aber schlechtes Wetter störte diesen Zeitplan. Also reduzierte er seine Schlafzeit, um die verlorene Zeit auf der Straße aufzuholen.

Radsport als Leidenschaft seit der Kindheit

Ursprünglich aus der Präfektur Kanagawa stammend, kaufte Takaoka sein erstes Rennrad von seinem Taschengeld, als er noch in der Junior High School war. Er war besessen von Radrennen, bei denen die Taktik über die Sieger entscheidet.

Als Student an der Keio-Universität gewann er einen interkollegialen Radsportwettbewerb. Doch später gab er den Rennsport auf und trat 2001 der amerikanischen Wertpapierfirma Goldman Sachs & Co. bei. Seine Aufgabe war der Verkauf von Derivaten an Anleger.

Im Jahr 2006 begann er jedoch eine Umschulung, weil er „über seine Gewichtszunahme besorgt war“. Selbst werktags fuhr er morgens eine Stunde lang mit dem Fahrrad.

Später gewann er sechsmal die Tour de Okinawa, eines der hochkarätigsten Bürgerrennen in Japan. Er wurde als „der stärkste Hobby-Rennfahrer“ bekannt.

Im vergangenen Jahr verließ er Goldman Sachs und eröffnete ein Fahrradgeschäft, Rx Bike, im Tokyoter Stadtteil Meguro.

Takaoka sagte, er habe sich entschlossen, den Weltrekord zu brechen, weil wichtige Radrennen in Japan und im Ausland wegen der neuartigen Coronavirus-Pandemie abgesagt worden seien.

„Ihr könnt euer Ziel selbst bestimmen“, sagte er.

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