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Japanische Eisschnellläuferin zollt verstorbener Teamkameradin nach Goldmedaillensieg Tribut

Die japanische Eisschnellläuferin Nao Kodaira zollte ihrer verstorbenen Teamkameradin Miyako Sumiyoshi nach dem Goldmedaillensieg emotionalen Tribut.

Kodaira gewann die Goldmedaille im 500-Meter-Lauf der Frauen bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea. Und das nur einen knappen Monat, nachdem Sumiyoshi unerwartet im Alter von nur 30 Jahren tot in ihrem Haus in Nagano gefunden wurde. Bisher wurden keine Details zur Todesursache bekanntgegeben und auch die Totenwache und die Beerdigung wurden nur im Einklang mit den Wünschen der Familie abgehalten.

Nachdem Kodaira ihre Medaille gewonnen hatte, kämpfte sie während der Pressekonferenz mit den Tränen. Sie sagte, dass ihre ehemalige Teamkollegin in Gedanken oft bei ihr war und auch, dass sie Sumiyoshi nicht vergessen könne. Doch als Kapitän der japanischen Delegation, ein Posten, den sie eigentlich nicht übernehmen wollte, wusste sie, dass sie sich konzentrieren musste. Nao Kodaira erzählte auch, dass sie ihren Gewinn Sumiyoshi gern persönlich präsentiert hätte und dass es schade sei, dass sie dies nicht kann.

Neben der Goldmedaille im 500-Meter-Lauf in einer olympischen Rekordzeit gewann Kodaira auch Silber im 1000-Meter-Lauf. Silber im 500-Meter-Lauf gewann die zweimalige Titelverteidigerin und enge Rivalin Lee Sang Hwa vor den südkoreanischen Heimfans. Auch Premierminister Shinzo Abe gratulierte Kodaira und sagte, dass er es wunderbar fand, dass Kodaira Sang Hwa tröstete und gemeinsam mit ihr feierte.

Kodairas Goldmedaille war Japans zweite während der Olympischen Winterspiele in Südkorea. Neben ihr gewann noch Yuzuru Hanyu, der sein Comeback nach einer Knöchelverletzung im Eiskunstlauf der Männer feierte. Ursprünglich wollte Nao Kodaira den Titel des Kapitäns der Delegation nicht übernehmen, da bisher kein Kapitän eine Goldmedaille gewonnen hat. Doch auch diese „Tradition“ hat Kodaira gebrochen.

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