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Japanische Polizei geht strenger gegen Pyrotechnik beim Sport vor

Im Zuge der Vorbereitung der Rugby-Weltmeisterschaft im Herbst 2019 und der Olympischen Spiele 2020 sollen die Polizisten strenger gegen Pyrotechnik und übereifrige Fans vorgehen. Auslöser dafür waren Vorfälle beim kaiserlichen Fußballturnier im letzten Dezember.

Pyrotechnik beim Finale

Am 9. Dezember 2018 wurde das Finale des kaiserlichen Fußballturniers ausgetragen. Die Urawa Reds gewannen das Finale, was ihre Fans in Freudentaumel versetzte. Sie versammelten sich außerhalb des Stadions, um den Teambus beim Verlassen zu bejubeln. Einige Fans entzündeten dabei Signalfackeln in den Vereinsfarben.

Fußball Finale
Spieler der Urawa Reds feiern ihren Sieg im Finale.
(Photo by Kyodo News via Getty Images)

Die Szene wurde auf Video aufgenommen und verbreitete sich schnell im Internet. Auch ein Spieler des Vereins teilte das Video und schrieb dazu „Es gibt Pro- und Contra-Argumente für diese Aktion, ich bin sehr stolz auf unsere Fans.“ Viele bewunderten die Unterstützung der Fans, doch einige Experten stellten die Gefahren, die mit den Fackeln verbunden sind, heraus.

Erster Prozess im Bezug auf Pyrotechnik in der Geschichte Japans

Der Aktion folgten Konsequenzen. Im Februar verhängte der japanische Fußballverband eine Strafe von 2 Millionen Yen (16.232€) gegen den Verein – wegen der Fackeln und einer Flagge, die ohne Erlaubnis gehisst worden war. Zudem ermittelte die Polizei der Präfektur Saitama und identifizierte drei Männer als Hauptverursacher. Im April begann der Prozess gegen sie. Es ist der erste Prozess gegen Fußballfans, die bei einem Event Fackeln entzündeten, in der Geschichte Japans. Der Prozess dauert noch an. Die Urawa Reds stellten in einem Statement auf ihrer Website klar, dass sie sich über Support freuen, dieser aber im legalen Bereich bleiben solle.

Debatte um den Einsatz von Pyrotechnik im Fußball

Der Einsatz von Fackeln und Pyrotechnik ist vor allem in den europäischen Ligen weit verbreitet. Auch in Japan war es in der Gründungszeit der J-League, Japans höchster Spielklasse, weit verbreitet. Momentan ist Pyrotechnik in den Stadien sowohl in Europa als auch in Japan verboten, da die Gefahr für andere Fans zu groß ist. Ein Offizieller der Liga sagte, „Wir müssen unsere Regeln an die Zeiten anpassen.“

Pyrotechnik Fußball
Pyrotechnik ist im Fußball umstritten
Foto: Getty Images

Für Kazuhiro Ishii, der einige Bücher über den japanischen Fußball und seine Fans verfasst hat, ist der Prozess ein klares Zeichen, dass „die Gesellschaft solche Aktionen nicht tolerieren wird.“

Blick richtet sich auf kommende Sportevents

Der Blick der Polizei richtet sich in dieser Hinsicht vor allem auf kommende Sportereignisse: Das Saitama Stadion wird auch Spiele der Rugby-WM ausrichten. Bei der WM ist die Terrorgefahr besonders hoch. Ein Polizist begründete das Vorgehen wie folgt: „Indem wir unsere Handhabung von individuellen Fällen verschärfen, wollen wir eine Umgebung schaffen, in der alle Fans das Spiel ohne Sorgen um ihre Sicherheit verfolgen können.“ Daher sollen auch kleinere Fälle genau untersucht werden.

Shiro Kawamoto, Professor an der Nihon-Universität, zog Parallelen zu einem Vorfall an Halloween im vergangenen Jahr. In Tokyo waren mehrere Personen festgenommen worden, da sie ein Motorrad auf einer Straße mit vielen weiteren Personen umkippten. Seiner Meinung nach können große Events Menschen leicht dazu verleiten, gefährliche Situationen zu provozieren. Die Polizei wolle daher die Sicherheit der Menge gewährleisten.

Quelle: The Asahi Shimbun

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