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Hakuho hört mit 36 Jahren auf

Japans erfolgreichster Sumo-Ringer aller Zeiten hört auf

Im Sumo gibt es viele Ringer, die sich über die Jahre einen Namen gemacht haben. Hakuho schaffte es allerdings, sämtliche Rekorde zu brechen. Nun bestätigte der Sportler überraschend sein Karriereende.

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Am Donnerstag wurde bekannt, dass die Japan Sumo Association dem Antrag von Hakuho, der mit richtigen Namen Monkhbatyn Davaajargal heißt, auf Ruhestand zugestimmt haben. Damit verlässt der 36 Jahre alte Yokozuna nach 20 Jahren endgültig den Ring. Der japanische Sumo hat nun keinen Spitzen-Ringer mehr, da Hakuho der aktuell einzige aktive Yokozuna war.

Ein Sumo-Ringer mit einer Rekordgeschichte

Vorerst wird er nun als Magaki im Miyagino-Stall als Ausbilder dienen. Hakuho hat seit 2019 die japanische Staatsbürgerschaft und darf damit nun auch seinen eigenen Ringerstall starten.

Die Leistungen des Mongolen sind dabei beeindruckend. An 84 Turnieren nahm er teil und 45 Mal gewann er Grand Sumo-Turniere. So viele Siege in der höchsten Makuuchi-Division konnte noch nie jemand in der Geschichte des Sports erreichen.

Insgesamt 1.187 Karrieresiege und 1.093 Makuuchi-Divisionssiege kann Hakuho vorweisen. November 2010 schaffte er es 63 Siege in Folge zu erreichen, was nun die zweitlängste Siegesserie ist. Nur wenige Monate später wurde er der dritte Wrestler, dem es gelang, sechs Turniere hintereinander zu gewinnen. Mit 33 gewonnenen Emperor’s Cup brach er 2015 einen weiteren Rekord.

Verletzung besiegelt vermutlich Karriereende

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Am Ende war es das Schicksal, das Hakuho zum Ruhestand drängte. Letztes Jahr verletzte er sich und musste im März am rechten Knie operiert werden. Aufgrund seines Gesundheitszustandes fiel er im November für alle Kämpfe aus.

Er schaffte es dann am Nagoya-Turnier teilzunehmen und gewann zu großen Überraschung alle 15 Kämpfe. Der gewonnene Emperor’s Cup ist nun sein letzter geworden. Im September wurde es dann deutlich, dass sich der Sumo-Ringer nicht komplett erholt hatte und zusätzlich fiel er erneut aus, weil es zu Corona-Infektionen in seinem Stall gekommen war.

Trotz der unglaublichen Leistungen war der Yokozuna bei einigen Fans unbeliebt. Da er immer wieder gegen das strenge Protokoll verstieß, wurde er von dem Verband getadelt. Besonders großes Aufsehen verursachte er März 2019, dem letzten Turnier vor der Abdankung von Kaiser Akihito. Hakuho hatte dem anwesenden Kaiserpaar zu ehren spontan eine „Tejime“ -Klatschzeremonie durchgeführt. Dafür musste er sich später entschuldigen.

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