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Auf dem Weg zur Shogi Pro-Transfer-Prüfung

Kana Satomi könnte die erste professionelle Shogi-Spielerin Japans werden

Die japanische Welt des Shogi wird von Männern dominiert. Kana Satomi, die beste Shogi-Spielerin des Landes, versucht nun, als erste Frau in die höchsten Ränge des professionellen Shogi aufzusteigen.

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Die 30-jährige Satomi wird als erste Spielerin Japans die professionelle Transferprüfung (Pro-Transfer-Prüfung) ablegen. Das gab das Hauptquartier der Japan Shogi Association Kansai, dem sie ebenfalls angehört, am 28. Juni offiziell bekannt. Sollte es ihr gelingen, die Prüfung zu bestehen, würde sie zur ersten anerkannten professionellen Shogi-Spielerin des Landes werden.

Getrennte Turniere für Frauen und Männer

Die bisherigen Leistungen der Dreißigjährigen sind auch deshalb so bemerkenswert, da Frauen und Männer normalerweise getrennt an Wettkämpfen teilnehmen. Frauen spielen nur gegen Frauen und Männer nur gegen Männer.

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An den großen, offiziellen Turnieren nehmen für gewöhnlich nur Herren teil. Es ist Frauen nicht verboten, an ihnen teilzunehmen, es ist bisher allerdings noch nie dazu gekommen.

Satomi dagegen hat sich erst kürzlich bei einem offiziellen Turnier, das ebenfalls von Männern dominiert wurde, mit zehn Siegen und vier Niederlagen als leistungsstarke Spielerin qualifiziert.

Die Pro-Transfer-Prüfung

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Um an der Pro-Transfer-Prüfung teilnehmen zu dürfen, muss man zehn oder mehr Siege bei offiziellen Turnieren und eine Gewinnquote von 65 Prozent oder mehr vorweisen können.

Kana Satomi ist die erste Frau, der das gelungen ist. In einer Erklärung bedankte sich die aufstrebende Shogi-Spielerin bei all ihren Unterstützenden und Fans: „Ich habe die Bewerbung für die professionelle Transferprüfung eingereicht. Ich werde mein Bestes geben, also möchte ich, dass Sie sehen, wie es läuft.“

Das nächste Best-of-Five-Turnier, an dem auch Satomi teilnehmen wird, beginnt bereits in zwei Monaten. Sollte sie es schaffen, dort drei Matches zu gewinnen, besteht sie die Prüfung und wird sie als offizielle „Free Class“-Spielerin klassifiziert.

Spielende dieser Klasse dürfen auch an anderen Turnieren abseits der Ranglistenturniere teilnehmen.

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