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Nur wenige Ausnahmen möglich

Keine ausländischen Helfer bei Olympischen Spielen 2021

Nachdem nun feststeht, dass keine ausländischen Besucher die Olympischen Spiele im Sommer in Tokyo besuchen dürfen, müssen nun auch die freiwilligen Helfer aus dem Ausland zu Hause bleiben.

Das Organisationskomitee der diesjährigen Olympischen Spiele und Paralympics in Tokyo sagte am Montag, dass es als Vorsichtsmaßnahme zur Verhinderung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus prinzipiell keine Freiwilligen aus dem Ausland akzeptieren wird.

Ausländische Helfer mit besonderen Fähigkeiten könnten zugelassen werden

Ganz ausgeschlossen ist der Einsatz von ausländischen Helfern aber nicht. Denn der Vorstandsvorsitzende des Organisationskomitees, Toshiro Muto, sagte, dass es in Erwägung ziehen werde, Freiwillige aus dem Ausland mit Fähigkeiten, die für den reibungslosen Ablauf der Spiele notwendig sind, unter besonderen Einreisebestimmungen zuzulassen.

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Offizielle, die mit den Planungen vertraut sind, sagten, dass die Ausnahme für etwa 500 Freiwillige gemacht werden könnte, deren Aufgaben nicht ohne Weiteres von jemandem ausgeführt werden können, der in Japan lebt, wie z.B. solche, die in der Lage sind, Minderheitensprachen zu sprechen.

„Es ist sehr schmerzhaft, aber wir müssen uns für eine Verschiebung entscheiden“, sagte Muto auf einer Pressekonferenz. „Wenn wir die Entscheidung weiter hinauszögern, wird das zu Verwirrung führen.“

Ausländische Freiwillige machen 10 Prozent der Helfer aus

Muto sagte, dass etwa 2.300 im Ausland lebende Ausländer als Freiwillige registriert worden sind.

Nach Angaben des japanischen Organisationskomitees machten ausländische Staatsangehörige etwa 10 Prozent der insgesamt 80.000 Freiwilligen aus, bevor die Pandemie die einjährige Verschiebung der Spiele erzwang.

Es wird erwartet, dass japanische Staatsbürger, die im Ausland leben, als Freiwillige zugelassen werden, so die Offiziellen.

Vielfalt soll gestärkt werden

Bei einer Vorstandssitzung sagte das Organisationskomitee am Montag auch, dass es ein Programm starten wird, das darauf abzielt, die japanische Gesellschaft vielfältiger zu machen.

Im Rahmen des Programms, das vorläufig den Namen „Deklaration für eine Gesellschaft, in der jeder leicht leben kann“ trägt, wird das Komitee Ziele setzen, um die Achtung der Vielfalt zu fördern.

Die Sitzung war die Erste mit den 12 neuen weiblichen Mitgliedern, darunter die Goldmedaillengewinnerin im olympischen Marathonlauf von Sydney, Naoko Takahashi, und die paralympische Skiläuferin Kuniko Obinata.

Verschiedene Maßnahmen zur Gleichberechtigung

Die neuen Mitglieder brachten die Anzahl der Frauen in dem 45-köpfigen Gremium auf 19. Damit liegt der Frauenanteil über dem Ziel von 40 Prozent, das die neue Präsidentin des Komitees, Seiko Hashimoto, gesetzt hatte, die im Februar die Nachfolge von Yoshiro Mori antrat, nachdem dieser wegen sexistischer Äußerungen zurücktreten musste.

„Wir wollen den Grundstein legen, um nach den Olympischen Spielen in Tokio gesellschaftliche Veränderungen in Japan anzustoßen“, sagte Takahashi zu Reportern nach dem Treffen, bei dem unter anderem die Gleichstellung der Geschlechter diskutiert wurde.

Verschiedene Maßnahmen, die vom Team des Komitees, das mit der Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter betraut ist und von der Sportdirektorin Mikako Kotani geleitet wird, in Erwägung gezogen werden, wurden bei dem Treffen erläutert. Darunter fällt auch die Berücksichtigung eines ausgewogenen Verhältnisses von Frauen und Männern bei der Überreichung von Medaillen an Athleten bei den Zeremonien der Spiele in Tokyo.

Außerdem wurde beschlossen, denjenigen, die die Wettkampfstätten betreten, zu verbieten, Bilder und Filme von Athleten aufzunehmen, zu versenden oder herzustellen, die im Verdacht stehen könnten, der sexuellen Belästigung zu dienen.

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