Anzeige
HomeNachrichten aus JapanSport in JapanMaßnahmen gegen das Coronavirus bei den Olympischen Spielen kosten 100 Milliarden Yen

Maßnahmen trotz Unsicherheit, ob die Spiele überhaupt stattfinden

Maßnahmen gegen das Coronavirus bei den Olympischen Spielen kosten 100 Milliarden Yen

Die Maßnahmen gegen das Coronavirus bei den Olympischen Spielen werden rund 100 Millionen Yen kosten, zusätzlich zu den 200 Millionen Yen, die die Verschiebung der Tokyo Games bereits kostet, so das Organisationskomitee.

Anzeige

Das Organisationskomitee in Tokio, die Stadtregierung von Tokio und die Zentralregierung sollen am Mittwoch einen Zwischenbericht über Gegenmaßnahmen vorlegen, nachdem sie seit September mehrere Sitzungen zu diesem Thema abgehalten haben.

Kosten erhöhen sich weiter

Die Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele um ein Jahr wird Quellen zufolge den Gesamtpreis der Spiele um etwa 200 Milliarden Yen in die Höhe treiben. Über die Verteilung der Kosten wurde bisher noch nicht entschieden.

LESEN SIE AUCH:  Japanische Unternehmen wollen Olympische Spiele 2021 nicht durchführen

Zu den Kosten für Maßnahmen gegen eine Infektion gehören die Einrichtung der Infrastruktur des Gesundheitswesens, einschließlich eines Testsystems und die Beschaffung der zur Infektionsprävention notwendigen Ausrüstung.

Anzeige

Zu den zusätzlichen Betriebskosten aus der einjährigen Verschiebung werden voraussichtlich Ausgaben im Zusammenhang mit der Sicherung von Spielorten, Miet- und Lagergebühren für Ausrüstung sowie Arbeitskosten gehören.

Die Spiele selbst dürften rund 1,35 Billionen Yen gekostet haben, bevor sie im März, nur vier Monate vor der geplanten Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Japans Hauptstadt, verschoben wurden.

Von dieser Summe zahlt das Organisationskomitee 603 Milliarden Yen, die Stadtverwaltung von Tokyo 597 Milliarden Yen und die Regierung die restlichen 150 Milliarden Yen. Die zusätzlichen Kosten würden zu diesen Summen noch hinzukommen.

Das Organisationskomitee hofft, sie durch zusätzliche Beiträge von Sponsoren und durch Schadenersatzforderungen von Versicherungen aufzubringen.

Anzeige

Kurz nachdem die Verschiebung im März bekannt gegeben wurde, schätzten Experten die zusätzlichen Betriebskosten im Zusammenhang mit der Verschiebung auf etwa 300 Milliarden Yen.

Maßnahmen sind teuer und vielleicht auch unnötig

Das Organisationskomitee hat sich seither bemüht, die Spiele zu verkleinern und die Ausgaben, wo immer möglich, zu kürzen. Allerdings stoßen die Spiele und besonders die hohen Kosten auf immer mehr Kritik.

Im vergangenen Monat kündigten die Organisatoren an, dass sie schätzungsweise 30 Milliarden Yen einsparen würden, nachdem man sich mit dem Internationalen Olympischen Komitee auf 52 Bereiche geeinigt hatte, die gestrafft werden könnten.

Die Olympischen Spiele sollen zwischen dem 23. Juli und dem 8. August nächsten Jahres stattfinden, gefolgt von den Paralympics vom 24. August bis zum 5. September.

Allerdings kann man aktuell noch nicht sagen, ob die Spiele tatsächlich stattfinden und daher könnten sie sich im schlimmsten Fall zu einem Geldgrab entwickeln.

Anzeige
Anzeige