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Home News Sport in Japan Millionenbetrug bei finanzieller Coronahilfe im japanischen Pferderennsport

Mehr als Hundert Personen sind verwickelt

Millionenbetrug bei finanzieller Coronahilfe im japanischen Pferderennsport

Letztes Jahr war die Coronahilfe der japanischen Regierung vielen Menschen eine große Stütze, wenn sie ausgezahlt wurde. Auch Künstler und Sportler haben die Hilfe in Anspruch genommen. Nun kam jedoch heraus, dass es im japanischen Pferderennsport zu einem großen Betrug mit den Geldern gekommen ist.

Wie sich herausstellte, wurden umgerechnet um die 1.470.289 Euro an Hilfsgelder erschlichen. Verwickelt in den Skandal sind bisher 19 Trainer Rennpferdetrainer, 13 Jockeys, 112 Assistenten und 21 weitere Personen aus dem Sport. Alle sollen behauptet haben, dass sie massive wirtschaftliche Beeinträchtigungen wegen der Pandemie hatten, was jedoch nicht stimmte.

Pferderennsport ging es 2020 alles andere als schlecht

Nach Angaben der Japan Racing Association (JRA) hatten die Personen angegeben, dass sie in finanziellen Schwierigkeiten stecken, da ihr Profit vom Erfolg der Pferde abhängt. Wegen der Pandemie seien diese Einnahmen angeblich zurückgegangen.

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In Wahrheit konnte die JRA allerdings alle geplanten Rennen für 2020 abhalten und hat mit 22,4 Milliarden Euro beim Ticketverkauf sogar einen Anstieg von 103,5 Prozent verzeichnet. Schon im Oktober wurden alle Mitglieder von JRA zusätzlich aufgefordert, keine Anträge zu stellen, da sie keine großen Auswirkungen auf die Preisgelder erwarteten.

Anschließend wurden alle 2.748 Mitglieder verpflichtend zu dem Hilfsprogramm befragt, wobei die nun bekannten Anträge aufgedeckt wurden. Nach einer Überprüfung der Anträge zeigte sich jedoch, dass von den 165 Personen nur eine einzige tatsächlich berechtigt für die Hilfe ist.

Verband entschuldigt sich

Des Weiteren wurde bekannt, dass eine Steuerberatungsgesellschaft in Osaka bei 104 Anträgen an der Erstellung beteiligt war. Sie streiten nun jedes Fehlverhalten von ihrer Seite ab. Mitarbeiter würden an dem Betrug nicht beteiligt sein und hätten auch niemanden dazu angestiftet. Berater hätten nur geholfen die Anfragen der Kunden zu bearbeiten.

Masayuki Goto, Präsident der JRA, zeigte sich in einer Erklärung empört. So etwas habe nie passieren dürfen und sie entschuldigen sich bei den Kunden sowie der Öffentlichkeit für den Vertrauensbruch. Nach seinen Angaben wollen alle Betroffenen das Geld zurückgeben oder haben es bereits getan.

Trotzdem wurde der Fall dem zuständigen Ministerium gemeldet, das darum bat, das Vertrauen in der Öffentlichkeit wieder herzustellen. Weiter versprach JRA, dass sie eine genaue Untersuchung durchführen wollen und über Disziplinarmaßnahmen nachdenken. Es ist nicht das erste Mal, dass es zu derartigen Betrugsfällen kommt und es wurde bereits mehrmals vor unberechtigten Anträgen gewarnt.

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