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Mitten im Skandal – Vorstand des japanischen Olympischen Komitees gibt Rücktritt bekannt

Tsunekazu Takeda, Vorstand des japanischen Olympischen Komitees (JOC), gab gestern bekannt, dass er am Ende seiner laufenden Amtszeit im Juni 2019 zurücktreten wird. Auch seinen Posten als Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees will er niederlegen. Gegen ihn wurde der Vorwurf der Bestechung im Zusammenhang mit der Bewerbung Tokyos für die Spiele 2020 vorgeworfen.

Auf die Vorbereitungen der Olympischen Spiele hat der Rücktritt Takedas keinen Einfluss. Allerdings ist es ein weiterer Tiefschlag für das Nationale Olympische Komitee, das bereits seit der Vergabe 2013 mit einer Reihe Kontroversen, was die Kosten und die Vermarktung betrifft, zu kämpfen hat.

Der 71-jährige Takeda, der seit 2001 dem JOC vorsteht, wies die Anschuldigen der Bestechlichkeit entschieden zurück. Am selben Tag gab er allerdings auch bekannt, sich am 27. Juni nicht erneut zur Wahl stellen zu wollen. Er würde sich dann in den Ruhestand zurückziehen.

Takeda, ein Urenkel des Kaiser Meiji (1852-1912), erklärte, dass es Zeit sei, das Olympische Komitee in jüngere Hände zu geben. Er bekräftigte immer wieder, sich keines Fehlverhaltens schuldig gemacht zu haben und versprach, alles zu tun, um seine Unschuld zu beweisen. Der ehemalige Olympia-Sieger im Judo, Yasuhiro Yamashita, 61 Jahre alt und bereits leitendes Mitglied des JOC, gilt als aussichtsreicher Nachfolger.

Takeda, der in den 1970er Jahren selbst an den Olympischen Spielen teilnahm, war von 2011 bis 2014 Präsident des Bewerbungsausschusses von Tokyo für die Olympischen Spiele 2020. Seit 2012 ist er Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Ursprünglich hieß es, dass er nach Ablauf seiner 10. Amtszeit im Juni wiedergewählt wird. Dafür hob das Gremium extra die Altersgrenze auf, die es über 70-Jährigen verbietet, sich zur Wahl zu stellen. Seit Januar geriet Takeda immer mehr unter Druck. Die Behörden in Frankreich ermitteln gegen das JOC wegen angeblichen Stimmenkaufs.

Die französischen Ermittler vermuten, dass ein Betrag von 2,8 Millionen Singapur-Dollarn (1,3 Millionen Euro), den der Bewerbungsausschuss an eine Beratungsfirma in Singapur zahlte, in die Taschen eines hochrangigen Mitglieds des IOC floss. Der betreffende Mann steht auch im Verdacht, beim russischen Staatsdoping involviert gewesen zu sein.

Tokyo verlor die Olympischen Sommerspiele 2016 an Brasilien. Bei der Vergabe der nächsten Spiele setzte sich Tokyo gegen Istanbul und Madrid durch. Takeda bekräftigte immer wieder, dass die Zahlungen nach Singapur nach einem offiziellen Verfahren genehmigt wurden. Bereits 2016 gab es Vorwürfe, dass Gelder widerrechtlich gezahlt wurden. Eine spätere japanische Untersuchung stellte keine Unregelmäßigkeiten fest.

Gewinner Maskotten der Olympischen Spiele und Paralympics 2020 in Tokyo
Bild: Kyodo News

Die Vorbereitungen der Spiele 2020 stehen bereits seit einiger Zeit im Zentrum einer Kontroverse. Vor allem massive Kostenüberschreitungen für das Haupt-Stadion sowie Plagiatsvorwürfe für die offiziellen Maskottchen sorgten immer wieder für Diskussionen.

Sollten sich die Vorwürfe gegen Takeda als haltlos herausstellten, erwägt das japanische Olympische Komitee, ihm nach seiner Pensionierung den Posten des Ehrenpräsidenten anzubieten. Schon Takedas Vater führte das JOC und war Mitglied des IOC.

Quelle: Kyodo

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