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Home News Sport in Japan Naomi Osaka wird zur Athletin des Jahres gewählt

Japanerin überzeugt mit Leistungen und Aktivismus

Naomi Osaka wird zur Athletin des Jahres gewählt

In diesen Jahr gab es nur wenig Möglichkeiten für japanische Sportler sich ins große Rampenlicht zu stellen. Eine Sportlerin nutzte jedoch auch die kleinen Möglichkeiten und sorgte erneute für internationales Aufsehen, die Tennisspielerin Naomi Osaka. Sie wurde nun offiziell als AP Athletin des Jahres ausgezeichnet.

Am Sonntag gab die Associated Press (AP) bekannt, dass sie Naomi Osaka zur Sportlerin des Jahres gewählt haben. Bei der Abstimmung unter den Redakteuren konnte sie insgesamt 18 der 35 Stimmen für sich gewinnen und holte mit 71 Punkten den ersten Platz.

Osaka beeindruckt mit Aktivismus gegen Rassismus

Auf den zweiten Platz folgte die Basketballspielerin Breanna Stewart mit 60 Punkten und auf dem dritten schaffte es die Fußballspielerin Sarah Fuller mit 24 Punkten. Den Titel als bester Athlet des Jahres ging hingegen an den Basketballer LeBron James.

Mehr zum Thema:  Naomi Osaka und japanische MeToo-Aktivistin auf der Liste der einflussreichsten Menschen 2020

Naomi Osaka hatte dieses Jahr bei den U.S Open ihren dritten Grand Slam Titel geholt und ist zurzeit auf Platz drei der Weltrangliste. Gleichzeitig setzte sie sich lautstark gegen die Polizeigewalt und Diskriminierung von Schwarzen ein. Während des Turniers unterstützte sie offen die Black Lives Matter Bewegung indem sie Masken mit den Namen der Opfer von Polizeigewalt trug.

In einem Tune-up-Turnier in New York hatte sie zuvor ihre Teilnahme am Halbfinale aus Protest abgesagt. Sie schloss sich damit den Protesten der NBA an, wo Spieler gegen die Erschießung eines Schwarzen durch die Polizei protestierten. Als Reaktion wurde das ganze Tennisturnier pausiert.

Mehr als nur eine Tennisspielerin

Viele Sportler, auch aus anderen Bereichen, lobten sie für ihren Aktivismus und unterstützten sie. Mit ihren kleinen Gesten habe sie es geschafft, dass Rassismus nicht nur im Tennissport zu einen Gesprächsthema wurde.

WTA Vorsitzender und CEO, Steve Simon, sagte zu Osaka, dass sie zeigte, wie Einzelpersonen und Sportligen gemeinsam etwas bewirken können. Sie sei nicht nur eine hervorragende Tennisspielerin, sondern nutze auch ihre Plattform für wichtige Dinge als nur das Spiel. Simon bezeichnete Osakas Handlungen als Inspiration und sie verdiene jede mögliche Aufmerksamkeit.

In einen Interview erklärte Osaka, dass es schwer war, die meiste Zeit von ihrer Familie isoliert zu sein. Es sei aber nichts im Vergleich zu den Problemen der anderen. Für sie war es traurig von den Menschen zu erfahren, die an Covid-19 litten und wie sich die Pandemie auf das Leben der Menschen auswirkte. Laut Osaka war es ein hartes Jahr für viele Menschen.

Naomi Osaka will weiter hart an sich arbeiten

Zu den Black Lives Matter Protesten erklärte sie, dass es ihr das Herz brach, als sie von der Polizeigewalt gegenüber George Floyd, Breonna Taylor und Jacob Blake hörte. Sie sei deswegen stolz darauf nicht nur bei den US Open gewonnen zu haben, sondern auch die Menschen dazu gebracht zu haben, über die wirklichen Probleme zu sprechen. Für sie sei es jedenfalls der richtige Zeitpunkt gewesen, sich zu den Themen zu äußern.

Bei ihrer Protestaktion bei dem Turnier habe sie dazu nicht wirklich nachgedacht, was die anderen von ihr denken werden, da es sie ohnehin nicht gestoppt hätte. Besonders Colin Kaepernick und LeBron haben sie positiv beeinflusst und ihr die Kraft für ihre eigenen Entscheidungen geben.

Für das nächste Jahr nimmt sich Osaka vor weiterhin vor, hart zu arbeiten, sich zu verbessern, ihre Meinung laut zu sagen und freundlich zu sein. Ebenfalls freut sie sich auf die Olympischen Spiele in Japan. Sie kann es kaum erwarten die Sportler zu treffen, die mehr als zehn Jahre lange trainiert haben, um 2020 zu feiern.

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