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Turnier wurde aus Solidarität pausiert

Naomi Osaka zieht sich aus Protest aus den Western & Southern Open zurück

Zurzeit laufen wieder die Western & Southern Open, die eigentlich demnächst in die finale Runde gehen sollten. Die Japanerin Naomi Osaka schaffte es am Mittwoch ins Halbfinale zu kommen. Kurz darauf zog sie ihre Teilnahme jedoch komplett zurück, als Zeichen des Protestes gegen die Diskriminierung von Schwarzen.

Die Protestaktion fand bei den anderen Sportlerinnen Unterstützung woraufhin das komplette Turnier für mindestens einen Tag unterbrochen wurde. Naomi Osaka reiht sich mit dem Protest in eine ganze Reihe an Sportlern und Teams ein, die Veränderungen fordern.

Spiele der NBA, WNBA, Major League Baseball und Major League Soccer wurden am Mittwoch gleichermaßen als Protest abgesagt. Auslöser der erneuten Protestwelle war der Angriff auf den unbewaffneten Schwarzen Jacob Blake, den mehreren Polizisten von hinten in den Rücken schossen.

Naomi Osaka ist den Diskussionen müde

Osaka hat sich bereits bei den Protesten im Juni sich gegen Rassismus stark gemacht, den sie als Schwarze Japanerin ebenfalls zu spüren bekommt. Zu ihren Rückzug am Mittwoch schrieb sie auf Twitter, dass sie auf die Erschießungen von Schwarzen durch die Polizei aufmerksam machen will.

Sie erwartet nicht, dass sich mit ihrem Boykott etwas drastisch ändert. Wenn sie es dadurch es aber schafft, in einem Sport, der von Weißen dominiert wird, das Problem zum Gesprächsthema zu machen, dann sei es die richtige Richtung für sie. Abschließend twitterte sie, dass der anhaltende Genozid an Schwarzen durch die Polizei krank macht.

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Osaka sei müde, dass alle paar Tage ein neuer Hashtag erscheint und dass sie ständig immer und immer wieder dieselben Gespräche führen müssen. Sie fragt deswegen, ob es jemals genug sein wird. Die amerikanische Tennisspielerin Sloane Stephens zitierte den Tweet und schrieb dazu, dass sie laut und stolz sein soll. In einem eigenen Tweet zeigte sie sich selbst stolz auf alle Teams und Sportler, die an ihrer Seite stehen.

Verband unterstützt Protest

Der kanadische Tennisspieler Milos Raonic, der gleichermaßen im Halbfinale steht, setzte sich ebenfalls für den Protest ein. Er rief die ATP und die WTA dazu auf, darüber nachzudenken, Teil der Proteste zu werden, da es um viel mehr als nur eine kleine Gruppe Sportler geht. Tatsächlich reagierten sie einige Stunden später auf Osakas Rücktritt und stoppten das Turnier vorerst.

Raonic gab gegenüber Reportern an, dass wirkliche Störungen dabei helfen Veränderungen zu bringen und dass echte Störungen die Menschen auf finanzielle Weise treffen. Er hofft, dass sie als Männer- und der Frauentour zusammenschließen und so die Unterstützung für die Proteste zeigen.

Zur Pausierung des Turniers gaben die USTA, ATP Tour und WTA, die drei Organisatoren, ein offizielles Statement ab, in dem sie ebenfalls die Proteste ansprechen. Der Tennissport stellt sich gemeinsam gegen die Ungleichheit und soziale Ungerechtigkeit gegenüber Schwarzen, die nun erneut in den USA in den Vordergrund rückt. Sie wollen diesen Moment in der Zeit anerkennen und setzten deswegen das Turnier für einen Tag aus.

Kyodo

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