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Silbermedaillengewinner ist auf Nebenjob angewiesen

Olympischer Fechter fährt in Tokyo für Uber Eats

In Japan sind zurzeit viel Uber Etas Fahrer auf ihren Fahrrädern zu sehen. Einer von ihnen ist ein Star in der japanischen Sportwelt. Seit kurzem ist der japanische Fechter Ryo Miyake auch am Radeln. Der olympische Silbermedaillengewinner von 2012 legt sich für den Lieferdienst dabei ordentlich ins Zeug.

Die Hälfte der Woche ist Miyake damit beschäftigt in den Bezirken Shibuya und Akasaka in Tokyo Essen auszuliefern. Pro Tag radelt er dabei stolze 20 Kilometer. Der 29 Jahre alte Miyake arbeitet jedoch nicht zum Spaß Teilzeit für das Unternehmen. Er benötigt das Geld, um seine Sportkarriere vorzuführen. Wie bei so vielen hat nämlich auch bei ihm die Corona-Pandemie finanzielle Auswirkungen.

Finanzielle Schwierigkeiten durch Pandemie

Durch Covid-19 wurden die Olympischen Spiele im März aufs nächste Jahr verschoben. Kurz nach der Entscheidung liefen die drei Verträge mit seinen Sponsoren aus. Miyake könnte die Verträge verlängern, er zögerte jedoch, da die Zukunft aktuell für ihn sehr ungewiss ist und er nicht weiß, ob Überstützung angebracht ist.

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Er könne weder Trainingspläne noch Zeitpläne für die kommenden Turniere vorlegen, die ihn zu den Olympischen Spielen bringen sollen. Unter den Umständen konnte Miyake nicht nach Geld von den Sponsoren fragen. Um nicht ganz von seinem Ersparten zu leben, entschied er sich beim Lieferdienst anzufangen.

Warum ausgerechnet Uber Eats, erklärt er mit der Liefermethode. Durch das Radfahren kann er während der Arbeit noch trainieren und seinen Körper für die Spiele stärken. Miyake kann demnach gleichzeitig Sport machen und noch etwas Geld verdienen.

Geld oder Karriereende

Allerdings ist es nicht viel, dass beim Ausliefern zusammenkommt. Um die 25 Euro verdient Miyake pro Tag. Reisen ins Ausland zu Turnieren, die er immer selbst bezahlen muss, können jedoch pro Reise allein mehr als fünf Tausend Euro kosten. Aus dem Grund versucht der Sportler noch auf anderen Wegen etwas Geld zu verdienen. Unter anderem hält er Online-Vorträge und hat eine Crowdfunding-Seite gestartet.

Miyake ist nicht der einzige Sportler in Japan, dem die Situation zusetzt. Bei einigen ist die Lage so angespannt, dass sie sich zwischen ihrer Karriere und dem alltäglichen Leben entscheiden müssen, da sie keine Unterstützung von Sponsoren erhalten. Die Unternehmen kämpfen häufig selber mit den Auswirkungen der Pandemie und können sich die Finanzierungen nicht länger leisten.

MS

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