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Paralympische Medaillenträger überprüfen die Veranstaltungsorte für 2020 in Tokyo

Ehemalige japanische Medaillengewinner der Paralympischen Spiele besuchten Tokyo, um sich in der Nähe der Bahnstation Koto zwei Schwimmhallen anzusehen. Dort sollen 2020 Wettbewerbe stattfinden. Die Sportler wollten schauen, ob das Gelände für Menschen mit Behinderungen frei zugänglich ist.

Im Januar wurde das Gelände der Olympischen Spiele und Paralympics in Tokyo der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei gingen die Verantwortlichen auch auf das barrierefreie Gesamtkonzept ein. An der ersten Begehung nahmen auch Junichi Kawai, Vorsitzender der Paralmpians Association of Japan (PAJ), sowie der ehemalige japanische Rollstuhlbasketball-Spieler Katsumi Miyake teil. Bei diesem ersten Treffen fielen allerdings schon erste Probleme auf, indem zum Beispiel Waschräume für behinderte Sportler wegen Defekten nicht zur Verfügung standen.

Miyake kritisiert, dass es nicht viele Badezimmer für Rollstuhlfahrer gäbe, weswegen diese weitere Wege in Kauf nehmen müssten. Er regte an auch die Waschgelegenheiten für Behinderte in den Bahnstationen der japanischen Hauptstadt zu verbessern.

Sportstätte in Tokyo
Bild: Mainichi/Tatsuya Haga

Das Tokyo Tatsumi International Swimming Center wird für die Olympischen Spiele 2020 umgebaut. Die andere Arena, das neue Tokyo Aquatics Center soll im Februar 2020 fertiggestellt werden. Eine Fußgängerbrücke über eine breite Straße verbindet die beiden Stadien. Obwohl diese keine Stufen besitzt und somit als rollstuhlgerecht angesehen werden kann, erweist sich der Weg für Behinderte schwierig. Ein steiler Anstieg mache es schwer, die Brücke zu überqueren.

Ein Park in der Nähe der Stadien, der Tatsumi no Mori Ryokudo Koen Park, erweist sich für Rollstuhlfahrer ebenfalls als Herausforderung. Poller, die Falschparken und das verbotene Abstellen von Fahrrädern verhindern, sind für Menschen mit Sehbehinderung eine potenzielle Gefahr und auch für Rollstuhlfahrer ein Hindernis, vor allem, wenn sie so eng nebeneinander montiert sind. Eine Wohnanlage in der Nähe des Tokyo Aquatics Center stellt behinderte Sportler vor ähnliche Herausforderungen.

Auch taktile Pflaster für Menschen mit Sehbehinderung oder Fußgänger-Ampeln mit akustischen Signalen, sucht man in dem Gebiet bisher vergebens. Der Verkehr in der Region ist sehr stark, nicht nur zur Rushhour, sodass es für Menschen mit Behinderung schwierig ist, die Straße gefahrenlos zu überqueren.

Erfreut äußerte sich die PAJ über eine Telefonzelle für Rollstuhlfahrer, die in Japan heute noch eine Seltenheit darstellen. Obwohl an der Brücke neben der Station Tatsumi Tasten für akustische Signale vorhanden sind, gehen diese im Verkehrslärm allerdings meistens unter. Die Verantwortlichen sind mit der allgemeinen Situation in den Sportstätten in Tokyo zwar zufrieden, die Umgebung weist aber noch zahlreiche Elemente auf, die der Verbesserung bedürfen.

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