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Rugby-Weltmeisterschaft rückt den Sport in Japan wieder ins Rampenlicht

Weltmeisterschaft wird Rugby in Japan beflügeln

Die kommende Rugby-Weltmeisterschaft rückt den Sport in Japan wieder ins Rampenlicht. Zwar ist Rugby nicht unbeliebt, aber es hat in den letzten Jahren an Popularität verloren.

Der 4. Juni 1995 – die japanische Rugby-Nationalmannschaft trifft in Südafrika auf Neuseeland. Ein Gedränge an der 22-Yard-Linie von Neuseeland gibt Japans Brave Blossoms die Chance, Punkte zu holen.

Was nun passiert, geht in die Geschichte der Rugby-Weltmeisterschaft ein, aber nicht so, wie Japan es sich erhofft hatte. Die Mannschaft aus Neuseeland erzielt einen 145:17 Sieg, die bisher höchste Punktzahl in einem einzigen Spiel. Ein Rekord, der noch bis heute Bestand hat.

Ein Albtraumspiel

„Es war ein Albtraum“, so Murata, der damals als Spieler dabei war. „Die Farbe begann aus meinem Blickfeld zu verschwinden und ich konnte nur in Schwarz und Weiß sehen. Mein Kopf begann zu schmerzen. Dann, bevor ich es wusste, war das Spiel vorbei. Mein Kopf war völlig leer, obwohl ich gerade die vollen 80 Minuten gespielt hatte. Ich hatte keine Erinnerung an das Spiel. Danach dachte ich, wir könnten nicht mehr nach Japan zurückkehren.“

Das japanische Team wird am 20. September im Tokyo-Station viel wärmer empfangen, wenn sie das Eröffnungsspiel der diesjährigen Rugby-Weltmeisterschaft, die zum ersten Mal in einem asiatischen Land ausgetragen wird, gegen Russland spielt.

Japan besiegte die USA im Pacific Nations Cup Bild: Kyodo
Japan besiegte die USA im Pacific Nations Cup Bild: Kyodo

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Die Entscheidung, dass Japan die Rugby-Weltmeisterschaft 2019 austragen wird, wurde vor mehr als 10 Jahren getroffen, aber Rugby-Fans des Landes haben schon viel länger darauf gehofft, dass Japan eine so große Rolle in der internationalen Szene spielen wird.

Japan hat eine große Rugby-Geschichte.

Die erste Rugby-Mannschaft wurde 1866 in Yokohama ins Leben gerufen. Laut offiziellen Angaben gibt es in Japan insgesamt 295.939 aktive Spieler.

Trotz all dieser Tradition und des Engagements hat es Rugby in Japan nicht leicht, sich aus dem Schatten anderer Sportarten zu ziehen. Baseball, Fußball, Sumo, Basketball, Volleyball und Wrestling sind in Japan beliebter und verleihen Rugby den Status eines Nischensports.

Doch Rugby in Japan verzeichnet ein Wachstum seiner Beliebtheit, das nicht zuletzt Universitäten zu verdanken ist, die im frühen 20. Jahrhundert damit begannen, eigene Rugby-Teams aufzubauen. Die Spiele sind beliebt und besonders die Rivalitäten zwischen der Waseda-Universität, der Keio-Universität und der Meiji-Universität begeistern die Massen.

Die All-Japan University Rugby Championship wurde 1964 gegründet, um einen nationalen Meister zu krönen. Die Qualifikationsturniere kamen aus den regionalen Ligen, in denen historische Rivalen gegeneinander antraten. In den 1980er Jahren hatten diese College-Matches große Ausmaße erreicht.

Tambo Ruby zeigt in Kyoto schmutzige und verbindende Seite des Sports. Bild: Kyodo
Tambo Ruby zeigt in Kyoto schmutzige und verbindende Seite des Sports. Bild: Kyodo

Die Universitäten waren im Laufe der Jahre nicht die einzige Hochburg des japanischen Rugby. Das Highschool-Spiel hat auch eine lange Geschichte und das National-Highschool-Rugby-Turnier hat seit seinem Beginn im Jahr 1917 viele Zuschauer in das Hanazono-Rugby-Stadion im östlichen Vorort von Higashiosaka gezogen.

TV-Serie beflügelte Rugby in Japan

Der Wettbewerb und das japanische Rugby als Ganzes erfuhr im Oktober 1984 einen unerwarteten Aufschwung, als eine neue Fernsehserie mit dem Titel „School Wars“ auf TBS erschien.

Die Show basierte auf der wahren Geschichte von Yoshiharu Yamaguchi, einem Lehrer und ehemaligen japanischen Rugbyspieler, der die RugbyMannschaft einer Highschool in Kyoto übernahm und eine Mannschaft voller Straftäter zu nationalen Meistern formte.

Die Rugby-Weltmeisterschaft 2019 wird noch einmal dafür sorgen, dass der Sport in Japan einen Aufschwung bekommt. Und viele Unternehmen setzen auch genau darauf.

Rugby als Wirtschaftsfaktor

So hat Heineken Japan bereits seine Bierproduktion gesteigert, um den Bedarf zu decken. Insgesamt werden 400.000 ausländische Rugby-Fans erwartet. Die gesamte Sportveranstaltung soll 437,2 Milliarden Yen in die Kassen spülen.

„Fans aus fernen Ländern bleiben in der Regel länger, manche sogar mehrere Wochen“, heißt es in einem Bericht. „Besucher, die zu dem Turnier nach Japan kommen, werden voraussichtlich durchschnittlich 20.000 Yen pro Tag ausgeben, was ihren Aufenthalten erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen verleiht“, so ein Sprecher der Organisatoren.

Quelle: Kyoto, AS, Ma, TJT

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