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HomeNachrichten aus JapanSportShogi-Spielerin Kana Satomi verpasst historischen Aufstieg als Profi-Spielerin

Weibliches Shogi-Ass verliert drittes Prüfungsspiel

Shogi-Spielerin Kana Satomi verpasst historischen Aufstieg als Profi-Spielerin

Die japanische Shogi-Spielerin Kana Satomi verlor am 13. Oktober in der Kansai Shogi Hall in Osaka ihre Partie gegen Mikio Kariyama, einen 4-Dan-Spieler, und ist somit bei ihrem Versuch, als erste Frau in die Riege der „Kishi“, der professionellen Shogi-Spieler, aufgenommen zu werden, gescheitert.

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Satomi konterte Kariyamas Züge mit ihrer Lieblingsstrategie, dem Einsatz des zentralen Turms. Dennoch konnte sie das Spiel am Ende nicht für sich entscheiden. Sie verlor in 103 Zügen.

Fünf Spiele, drei Niederlagen

Die 30-Jährige hätte das Spiel am 13. Oktober gewinnen müssen, um noch eine Chance auf den ersehnten Aufstieg zu haben. Immerhin hatte sie bereits die ersten beiden Partien der fünf Spiele der umfassenden Transferprüfung verloren.

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Man muss drei der fünf Spiele gewinnen, um in den Rang eines „Kishi“ aufzusteigen. Das Geschlecht der Teilnehmenden spielt bei den Prüfungen keine Rolle. Alle Absolventen der Shoreikai, der von der Japan Shogi Association betriebenen Berufsschule, können „Kishi“-Spieler werden.

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Die Welt der „Kishi“ wird allerdings bis heute von Männern dominiert. Satomi nahm an Wettkämpfen teil, bei denen weibliche Spieler gegen Kishi antreten dürfen. Letztendlich gelang es ihr, sich mit zehn Siegen und vier Niederlagen für die Versetzungsprüfung zu qualifizieren.

Satomi will die Prüfung erst einmal nicht wiederholen

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel am 13. Oktober wurde Satomi bezüglich ihrer Zukunftspläne befragt. Immerhin könnte sie sich ein weiteres Mal der Qualifikation stellen. Sollte es ihr gelingen, noch einmal so viele Siege zu erringen, könnte sie die Prüfung wiederholen.

Die 30-Jährige machte während der Konferenz allerdings deutlich, dass sie aktuell nicht vorhabe, auf eine Wiederholung der Prüfung hinzuarbeiten. Dennoch gab sie an, an sich und ihren Fähigkeiten weiter arbeiten zu wollen.

Aktuell hält sie ganze fünf der acht weiblichen Titel und hat den Status eines „joryu-kishi“ (weiblicher Kishi).

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