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Enge Bindung zu Olympischen Spielen

Super-Fan der Olympischen Spiele will Botschaft trotz Corona weitergeben

Manche Menschen leben einfach für den Sport und die Olympischen Spiele ziehen viele solcher Menschen an, sowohl auf dem Spielfeld als auch Fans. Einer dieser Super-Fans ist Kyoko Ishikawa aus Japan.

Ihre Verbindung zu den Olympischen Spielen beginnt im Jahr 1992. Sie war als Studentin in Barcelona, als dort die Spiele stattfanden. Und schaffte es, ein Ticket für die Eröffnungsfeier zu bekommen, was sie selbst als „Wunder“ bezeichnet.

Wie durch ein Wunder zu Olympischen Spielen

Sie sagte, dass sie nur „Taschengeld“ bei sich hatte – vielleicht 40 Euro – als einige einheimische Männer ihr ein Ticket für diesen Preis anboten. Der tatsächliche Preis wäre um ein Vielfaches höher gewesen.

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Doch die Männer schätzen ihre Einsatzfreude und gaben ihr das Ticket zu dem stark vergünstigten Preis. „Du bist den ganzen Weg von Japan hergekommen, also viel Spaß“, sagte einer von ihnen.

„Ich schnappte mir sofort das Ticket und rannte direkt ins Stadion. Als ich den Veranstaltungsort betrat und mich umsah, bekam ich einen Schock, als ob mich der Blitz getroffen hätte.“

Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte.

Bekanntheit in Japan

Ishikawa, die Präsidentin eines IT-Unternehmens ist, hat seitdem jede Olympische Sommerspiele besucht und wurde als inoffizielle „International Olympic Cheerleader“ berühmt. Sie genießt es, mit den Fans von überall her ihre Athleten anzufeuern.

Ihr Anfeuerungsstil an olympischen Austragungsorten ist bei den Japanern sehr bekannt. Sie trägt die traditionelle japanische Festtagstracht und ein Stirnband mit der Aufschrift „Victory“ in japanischer Sprache. In den Händen hält sie Faltfächer, auf denen die japanische Flagge prangt.

Stellvertreterin von „Onkel Olympia“

Die Olympischen Spiele in Tokyo sollten für sie eigentlich ein Highlight werden, nun wird aber alles anders als geplant. Denn aufgrund der Coronavirus-Pandemie werden keine Fans aus dem Ausland zugelassen und auch Einheimische werden nur in geringerer Zahl zugelassen.

Eines der großen Vorbilder von Ishikawa war Naotoshi Yamada, der in Japan als „Onkel Olympia“ bekannt war. Er starb 2019. Seit 1964 hatte er an allen Olympischen Sommerspielen teilgenommen und war leicht als das jubelnde Gesicht Japans zu erkennen.

Ishikawa sagte, sie habe Yamada bei einem Baseballspiel in Barcelona kennengelernt und sei seitdem seine „Stellvertreterin“ gewesen. Jetzt ist sie auf sich allein gestellt, und das unter sehr ungewöhnlichen Umständen. Aber ihre Mission wird die gleiche sein: die Athleten aus aller Welt anzufeuern, im Namen der Fans, die nicht dabei sein konnten.

Botschaft der Olympischen Spiele weitergeben

Sie sagt, dass sie die Olympischen Spiele als eine Möglichkeit sieht, „für Kinder und junge Menschen die Bedeutung von Vielfalt und Identität zu erfahren.“ Das sei ihr erster Eindruck gewesen, als sie zum ersten Mal das Olympiastadion in Barcelona betrat und „die Energie sah, die durch den Schmelztiegel“ der vielen verschiedenen Menschen entstand.

„Die Möglichkeit, diese Erfahrung zu machen, wird dieses Mal weg sein“, sagte sie. „Ich bin sehr enttäuscht.“

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