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Home News Sport in Japan Technischer Direktor des japanischen Karateverbands tritt nach Misshandlungsvorwürfen zurück

Weltmeisterin berichtete von Misshandlungen

Technischer Direktor des japanischen Karateverbands tritt nach Misshandlungsvorwürfen zurück

In den letzten Jahren gab es immer wieder Fälle von Misshandlungen in der japanischen Sportwelt. Kürzlich machte Karate-Weltmeisterin Ayumi Uekusa Schlagzeilen, als sie den technischen Direktor der Japan Karatedo Federation (JKF) der Misshandlung beschuldigte. Der Direktor gab nun seinen Rücktritt bekannt.

Masao Kagawa bestätigte am Mittwoch, dass er sein Amt im Vorstand der JKF niederlegen wird. Er hatte bereits im März zugegeben, dass er Uekusa bei einer Trainingseinheit im Januar mit einem Bambusschwert am Auge verletzte. Er bestätigte damit die Vorwürfe, welche die 28-Jährige am 28. März auf ihren Blog öffentlich gemacht hatte.

Direktor verletzte Karate-Weltmeisterin

Kagawa gab an, dass er die Sportlerin nicht absichtlich verletzten wollte. Es habe sich nur um eine Übung gehandelt, die Teil des Trainings war. Für die Verletzungen entschuldigte er sich und sah ein, dass es sein Fehler war. Er hofft, dass Uekusa und die anderen Karateka an den Olympischen Spielen teilnehmen und ihr Bestes geben.

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Der Karate-Verband schreibt vor, dass Bambusschwerter fürs Training nicht verwendet werden sollen, da sie gefährlich sind und ernsthafte Verletzungen verursachen können. Die Sportlerin selbst erlitt am linken Auge eine Quetschung, wegen der sie im März nicht am Trainingslager der Karate-Nationalmannschaft teilnehmen konnte.

Kagawa soll laut Uekusa sie aber nicht nur körperlich verletzt haben. Seit letztem Herbst habe er sie wiederholt angeschrien und ihr Selbstwertgefühl stark verletzt. Ob andere Personen im Karate-Training unter Kagawa ähnliche Erfahrungen machten, ist bisher nicht bestätigt.

Kagawa soll bestraft werden

Mit dem Rücktritt von Kagawa hat sich die Angelegenheit allerdings noch nicht erledigt. Die JFK wird am 9. April aufgrund des Vorfalls eine außerordentliche Vorstandssitzung abhalten, bei der sie über eine Strafe für den ehemaligen Direktor entscheiden werden.

Viele hoffen, dass die Strafe relativ hart ausfällt. Oft werden die Täter von Verbänden nur verwarnt oder erhalten andere sanfte Strafen. Dass gewalttätige Trainer ein bleibendes Problem sind, zeigte letztes Jahr der Fall rund um einen Judolehrer, der Schüler brutal misshandelte.

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