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HomeNachrichten aus JapanStaatsbegräbnis für Shinzō Abe findet am 27. September statt

Auf Kosten der Steuerzahler

Staatsbegräbnis für Shinzō Abe findet am 27. September statt

Laut der japanischen Regierung wird das Staatsbegräbnis für Shinzō Abe, der vor knapp zwei Wochen einem Attentat zum Opfer fiel, am 27. September in der Nippon Budokan-Halle in Tokyo stattfinden.

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Die Kosten für das Begräbnis des ehemaligen Premierministers soll vollständig aus Steuergeldern finanziert werden. Das Kabinett soll den Plänen der Regierung am 22. Juli zustimmen.

Staatliche Zeremonie angesichts der Leistungen angemessen

Kabinettschef Hirokazu Matsuno erklärte auf einer Pressekonferenz am 20. Juli, dass eine staatliche Zeremonie angesichts der langen Amtszeit von Shinzō Abe, seiner diplomatischen Leistungen und der zahlreichen Würdigungen, die nach seinem Tod innerhalb und außerhalb Japans ausgesprochen wurden, angemessen sei.

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Es ist das erste Staatsbegräbnis für einen ehemaligen Premierminister seit 1967. Damals wurde Shigeru Yoshida diese Ehre zuteil. Yoshida gilt als der Architekt Nachkriegsjapans und war von 1946 bis 1954 im Amt.

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Seit der Beerdigung von Masayoshi Ohira, der von 1978 bis 1980 Premierminister war, ist es üblich, dass solche Beerdigungen von der regierenden Liberaldemokratischen Partei und dem Kabinett gemeinsam organisiert werden.

Die Beerdigung von Eisaku Sato im Jahr 1975, der sieben Jahre und acht Monate lang Premierminister war und damit die zweitlängste Amtszeit nach Abe hatte, wurde gemeinsam von der Regierung und Freiwilligen aus der Bevölkerung organisiert. Ein Teil der Kosten wurde mit staatlichen Mitteln gedeckt.

Staatsbegräbnis nicht unumstritten

Die Kritik an einem Staatsbegräbnis für Shinzō Abe ist allerdings groß, da der Politiker zwar sehr lange die Geschicke von Japan gelenkt, allerdings auch für einige Skandale gesorgt hatte.

Auch die von ihm eingeführten „Abenomics“, die Japan aus der Rezession ziehen sollten, werden mittlerweile als umstritten angesehen. Zwar haben sie die Wirtschaft des Landes angekurbelt, allerdings haben sie Japan zu einem Land der Teilzeitarbeitnehmer gemacht, das Lohnniveau gedrückt und die Schere zwischen Arm und Reich vergrößert.

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