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Zu großer Verwaltungsaufwand

Stadt streitet sich mit Japans Regierung über die 100.000 Yen Auszahlung an junge Menschen

Die japanische Regierung will allen Menschen unter 18 Jahren 100.000 Yen (ca. 779 Euro) zahlen, allerdings nicht nur in Bar, sondern auch in Form von Gutscheinen. Ziel ist es, so den Konsum anzukurbeln, um der Wirtschaft zu helfen, die unter den Folgen der Pandemie leidet.

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Der Bürgermeister der japanischen Stadt Fujiyoshida bezeichnete die Auszahlung des Gelds in Form von Gutscheinen allerdings als völlig absurd und verwies dabei auf Probleme, die bei der Ausgabe von Gutscheinen entstehen würden.

Bürgermeister der Stadt will 100.000 Yen nur in Bar auszahlen

Laut der Regierung sollen 50.000 Yen in Bar und 50.000 Yen in Gutscheinen ausgegeben werden, um zu verhindern, dass das Geld gespart wird, wie es bereits bei der ersten Auszahlung an alle Einwohner Japans im vergangenen Jahr geschehen ist.

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Bürgermeister Shigeru Horiuchi sagte auf einer Pressekonferenz am 8. Dezember: „Bargeld ist vorzuziehen, wenn man davon ausgeht, dass die Zahlungen schnell und unmittelbar nützlich sind.“

In Bezug auf die Verteilung von Gutscheinen äußerte er Bedenken hinsichtlich der Verwaltung, einschließlich des Drucks, der Auslieferung, der Einrichtung von Call-Centern und der Auswahl von Einrichtungen, in denen die Gutscheine eingelöst werden können, und sagte: „Das würde bedeuten, dass die Regierung zusätzliche Kosten zu tragen hat und die Arbeit würde auch für die lokalen Behörden äußerst kompliziert werden.“

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Die Stadt will daher bis Ende des Jahres 50.000 Yen auszahlen und die zweite Hälfte bis Ende März 2022 ausgeben. Nach Angaben der Stadtverwaltung haben 6.830 Einwohner Anspruch auf das Geld.

Deutliche Worte an die Regierung

Ein Sprecher der Stadt wurde noch deutlicher, als er sagte: „Ob es sich um Impfstoffe oder Almosen handelt, die Anweisungen der Regierung sind zu vage. Sie denkt nicht an die Kämpfe der lokalen Behörden oder die Menschen vor Ort.“

Die Stadt Fujiyoshida steht zudem nicht allein da, mehrere Behörden haben mittlerweile angekündigt, das Geld in Bar auszuzahlen, darunter auch Osaka.

Als Reaktion kündigte Japans Premierminister auf einer Plenarsitzung des Repräsentantenhauses  an, dass man es Städten ermöglichen will, selbst zu entscheiden, in welcher Form die 100.000 Yen ausgezahlt werden sollen. Allerdings nannte er keinen konkreten Plan, ab wann dies der Fall sein soll.

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Die Auszahlung stößt aber nicht nur wegen der Aufteilung in Bargeld und in Gutscheinen auf Kritik. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo sind viele Menschen in Japan mit dem Plan nicht einverstanden. Viele fordern eine pauschale Auszahlung an alle.

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