Anzeige
HomeNewsStart des olympischen Fackellaufs löst gemischte Gefühle in Japan aus

Olympische Spiele stoßen weiterhin auf große Ablehnung

Start des olympischen Fackellaufs löst gemischte Gefühle in Japan aus

Gestern startete der olympische Fackellauf in der Präfektur Fukushima. Die Organisatoren der Olympischen Spiele hoffen, dass sich durch den Lauf die öffentliche Meinung zu den Spielen verändern wird.

Die Reaktionen in Fukushima über das Großereignis sind allerdings eher gemischt, wobei die Ablehnung deutlich großer ist, als die Meinung, dass die Spiele stattfinden sollten.

Fukushima ist kein Werbemittel für den Fackellauf und die Spiele

Zwar gibt es Stimmen, die hoffen, dass der Fackellauf den Menschen Hoffnung in einer Zeit gibt, in der die Welt mit einer Pandemie zu kämpfen hat. Allerdings lehnt die Mehrheit der Menschen die Olympischen Spiele weiter ab und hält es für falsch, sie mitten in einer Pandemie zu veranstalten.

LESEN SIE AUCH:  Die lange Liste der Pannen bei den Olympischen Spielen in Tokyo

Auch, dass die Spiele offiziell als „Olympische Spiele des Wiederaufbaus“ bezeichnet werden, kommt nur bei wenigen Menschen in der Präfektur Fukushima gut an, da sie immer noch mit den Auswirkungen des großen Erdbebens, des Tsunami und der Nuklearkatastrophe von 2011 zu kämpfen haben.

So zum Beispiel Yoshio Satomi, der ein Gasthaus in der Region betreibt. Für ihn wird die Katastrophe, die vielen Menschen das Leben kostete, als Werbung für die Olympischen Spiele benutzt.

Ritsuko Maruko, ist ein weiteres Beispiel. Zwar sagt sie, dass sie aufgeregt war, als Japan ausgewählt wurde, die Olympischen Sommerspiele 2013 auszurichten und sogar darüber nachdachte, als Freiwillige in Tokyo zu arbeiten, aber jetzt meint sie, dass die Spiele abgesagt werden sollten.

Damit steht sie nicht allein da, wie einige Umfragen in der letzten Zeit zeigten. Nur noch 9 Prozent der Menschen in Japan wollen, dass die Olympischen Spiele stattfinden. Daran dürfte auch der Fackellauf nichts ändern.

Effektive Infektionsschutzmaßnahmen kaum möglich

Haruo Owada vertritt ebenfalls diese Meinung, für ihn ist es falsch, dass der Fackellauf und die Spiele ausgetragen werden.

„Das Leben von Menschen steht auf dem Spiel, also müssen die Olympischen Spiele sehr strenge Anti-Virus-Maßnahmen haben. Aber ich denke, es ist nicht möglich, die Sicherheit zu gewährleisten. Es ist falsch, darauf zu bestehen, dass die Olympischen Spiele abgehalten werden können. Es hat keinen Sinn, die Spiele abzuhalten, wenn die Stimmung nicht stimmt“, so Owada.

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen