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Wassertemperaturen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen

Steigende Meerwassertemperaturen machen japanischen Fischereien Probleme

Schon lange warnen Experten dafür, dass die steigende Temperatur der Meere massive Auswirkungen auf unser Leben hat. Daten belegen nun, dass der Klimawandel sich wirklich stark auf japanische Fischereien auswirkt, die seit einigen Jahren negative Veränderungen aufweisen.

Die Fangzahlen bei Makrelenhechten, Tintenfischen und anderen Meerestieren gingen in den letzten Jahren zurück. Im gleichen Zeitraum sind die Temperaturen an der Meeresoberfläche laut der Wetterbehörde bis 2018 um mehr als ein Grad Celsius angestiegen. Die Zahl ist dabei höher als der globale Durchschnitt zur gleichen Zeit.

Wasser ist deutlich zu warm

Die japanische Fischereibehörde bestätigte, das ein Grad schon ausreicht, damit Arten ihr Verhalten ändern und ihre traditionellen Fanggründe zu verlassen. Bestes Beispiel ist dafür aktuell der pazifische Makrelenhecht. Die Art ist vor allem im Herbst sehr beliebt, Fischer verzeichnen jedoch aktuell die niedrigste Fangmenge seit langem. Sie kommen nämlich ab August von Hokkaido nur nach Ibaraki wenn die Meerestemperaturen zwischen zehn bis 15 Grad sind.

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Zwischen 2009 und 2016 haben sich die Fangzahlen laut der Behörde verschlechtert. Im Vergleich erreichte die Temperatur 2016 in der Region fast 20 Grad Celsius. Zu dem Zeitpunkt sank die Fischmenge bereits um zehn Prozent. Miyagi kam sogar nur noch knapp auf die Hälfte der üblichen Menge.

Fische suchen sich andere Gewässer

Der Anstieg der Temperaturen wirkt sich gleichermaßen auf die Tintenfische aus. In den 80ern fing die Region Hokuriku noch zwischen Mai und Oktober im japanischen Meer die Tiere. Seit 2000 ist die Saison allerdings geschrumpft und läuft nun nur noch von Mai bis Juni. Die Fischereibehörde ist sich sicher, dass das wärmere Wasser die Tintenfische abschreckt. Ein großes Problem für die Fischereien, die in den 90er noch bis zu 4.000 Tonnen fingen und sich nun nur noch mit um die 165 Tonnen zufriedengeben müssen.

Hideaki Kidokoro von der Fischereiagentur erklärte, dass ebenfalls die wachsende Konkurrenz mit ausländischen Fischern teil der sinkenden Fangmengen sind. Zusätzlich kommt noch die Überfischung dazu, die ebenfalls zunimmt. Er betont jedoch dabei, dass Fisch sich Gewässer aussuchen, die perfekte Temperaturen zum Überleben bieten. Sollten demnach die Temperaturen weiter steigen kann das nicht nur massive Auswirkungen für die Fischereien haben, sondern ebenfalls auf die Ernährungsweise der Japaner.

NHK

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