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Ein weiterer Skandal wirft ebenfalls immer noch Fragen auf

Steuerbehörde untersucht Schulbetreiber in Osaka wegen Kryptowährungsskandal

Der Schulbetreiber Meijo Gakuin stand in den letzten Wochen und Monaten mehrmals wegen verschiedener Vorfälle in der Kritik. Nun könnte es allerdings wirklich ernst für die Meijo Gakuin Educational Corporation werden, da die Steuerbehörde von Osaka sie nun genau untersucht. Sie sollen nämlich in einen Kryptowährungsskandal verwickelt sein.

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Am Dienstag begann die Steuerbehörde, den Schulbetreiber genauer unter die Lupe zu nehmen. Neben dem Betreiber gelangten ebenfalls das Immobilienmaklerunternehmen Sun Kikaku und weitere Firmen in ihr Schussfeld, da sie Verbindungen zu Meijo Gakuin aufweisen. Die Geschäftsstellen wurden demnach ebenfalls auf Verdacht von Steuerhinterziehung und versteckten Vermögensanlagen des Betreibers durchsucht.

Eine Menge Geld, das nun wertlos ist

Aktuell steht der Vorwurf im Raum, dass der Schulbetreiber mit Fördermitteln missbräuchlich Kryptowährung kaufte. Sie könnten so massiv Steuern umgangen haben, wobei sich ein möglicher Schaden aktuell nicht schätzen lässt. Ein Bericht der Mainichi Shimbun deckte schon im Juli eine mögliche Verbindung des Betreibers zu einem Geldskandal auf.

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Nach ihren Untersuchungen überwiesen Vorstandsmitglieder und andere Personen im April 2018 auf Anweisung des Vorsitzenden etwa 843.500 Euro, um die Osaka University of Tourism zu betreiben, die Meijo Gakuin gehört. Die leitete das Geld allerdings zu einem anderen Unternehmen weiter, wie Personen in Verbindung mit dem Skandal und Beamte des Schulbetreibers bestätigten. Zum Schluss wurde das Geld abgehoben und genutzt, um Kryptowährung zu kaufen. Die Währung ging im März 2019 an den Start, verlor jedoch schnell den Wert und ist aktuell so gut wie wertlos.

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Meijo Gakuin und die Stadt Kumatori schweigen momentan zu all den Vorwürfen und den Untersuchungen. Von einem Beamten hieß es lediglich, dass sie keinen Kommentar abgeben können, da die verantwortlichen Personen zurzeit nicht da sind. Im Juni trat jedoch schon der Vorstand des Betreibers aufgrund des Skandals zurück.

Verschwundenes Geld und fehlende Angaben

Doch nicht nur die Kryptowährung bringt den Schulbetreiber in ernste Schwierigkeiten. Mittlerweile bestätigte sich gleichermaßen, dass sie den Verkauf des Geländes von ihrer Schule in Osaka nicht korrekt angaben. Im Juli 2017 verkauften sie einen Teil des Grundstücks an ein Immobilienentwicklungsunternehmen für 26 Millionen Euro. 17 Millionen Euro gingen als Kaution an die Sun Kikaku, die den Deal vermittelte. Sie sollten anschließend Meijo Gakuin darüber benachrichtigen, wenn der Makler das restliche Geld zahlt, was sie jedoch bis heute nicht taten.

Stattdessen landete das Geld gleich nach der Überweisung an Sun Kikau bei einem Beratungsunternehmen, das einem Bekannten der ehemaligen Vorständin gehörte. Von dort aus ging das Geld auf Anweisung des Schulvorstands erneut auf ein weiteres Konto. Die Summe selbst tauchte bis zum heutigen Tag in den Steuerunterlagen so nicht auf.

Außerdem wirft das Geld noch weitere Fragen auf. Eigentlich sollte die Summe nämlich die Kosten für das Gebäude einer High School decken. Die ist jedoch immer noch nicht fertig und weit hinter ihrem eigentlichen Bauplan. Die Kaution, die für den Bau gedacht war, ist nämlich verschwunden. Der Schulbetreiber selbst weiß nicht, wo sich das Geld befindet oder was damit passiert ist. Dafür reichten sie jedoch gegen die ehemalige Vorsitzende bereits eine Anzeige ein.

Quelle: MS

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