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Regierung muss mehr tun

Stilllegung des Atomkraftwerks Fukushima wird bis 2051 nicht abgeschlossen sein

Die Stilllegung des Atomkraftwerk Fukushima Daiichi soll nach offiziellen Angaben bis 2051 abgeschlossen sein. Die UN-Atomaufsichtsbehörde sagte am Freitag allerdings, dass es unwahrscheinlich sei, das dieser Termin eingehalten würde.

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„Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht, ob der Termin eingehalten werden kann, und ich weiß nicht, ob es überhaupt jemand weiß“, so Christophe Xerri, Leiter eines Teams der Internationalen Atomenergiebehörde, das die Fortschritte bei der Sanierung des Kraftwerks überprüft.

Untersuchungen an den Reaktoren des Atomkraftwerks sollen beschleunigt werden

Xerri forderte Japan auf, die Untersuchungen an den Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zu beschleunigen, um ein besseres langfristiges Verständnis des Stilllegungsprozesses zu erlangen.

Die größte Herausforderung sei die Beseitigung und Entsorgung der hoch radioaktiven Brennelemente aus den drei beschädigten Reaktoren.

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„Wir müssen mehr Informationen über die Brennelemente und mehr Erfahrungen mit der Bergung sammeln, um zu wissen, ob der Plan wie erwartet in den nächsten 30 Jahren abgeschlossen werden kann“, so Xerri gegenüber Reportern.

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Der Plan zur Stilllegung hängt davon ab, wie die geschmolzenen Brennelemente für die langfristige Lagerung und Bewirtschaftung behandelt werden müssen.

Die Überprüfung des IAEO-Teams, die Fünfte seit der Katastrophe, wurde aufgrund der Coronavirus-Pandemie größtenteils online durchgeführt. Nur Xerri und ein weiteres Teammitglied besuchten das Atomkraftwerk in dieser Woche, bevor sie einen Bericht zusammenstellten und ihn am Freitag der japanischen Regierung vorlegten.

Bericht sieht einige Fortschritte

In dem Bericht stellte das Team Fortschritte in einer Reihe von Bereichen seit der letzten Überprüfung im Jahr 2018 fest, darunter auch die Entscheidung, das radioaktive Wasser des Kraftwerks ins Meer zu leiten.

Im April kündigte Japan an, dass man damit beginnen werde, große Mengen an aufbereitetem, aber immer noch radioaktivem Wasser, das sich seit dem Unfall im Kraftwerk angesammelt hat, ins Meer zu leiten. TEPCO kündigte am Mittwoch einen Plan an, das Wasser über einen unterirdischen Tunnel ins Meer zu leiten, nachdem es weiter aufbereitet wurde, um die radioaktiven Stoffe auf ein zulässiges Maß zu reduzieren.

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Obwohl man inzwischen ein besseres Verständnis der geschmolzenen Brennelemente in den Reaktoren hat, heißt es im Bericht, dass immer noch Details fehlten und dass die weitere Forschung daher beschleunigt werden sollte.

Das Team forderte Japan auf, ausreichende Ressourcen für die Vorbereitung von Maßnahmen über das nächste Jahrzehnt hinaus bis zum Ende der Stilllegung bereitzustellen.

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