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Kritik an unzureichenden Maßnahmen wird lauter

Stimmung gegenüber der US-Armee in Japan wird durch Anstieg der Neuinfektionen schlechter

Die Stimmung gegen die US-Armee in Japan wird schlechter, nachdem in drei Präfekturen die Zahl der Neuinfektionen deutlich gestiegen ist und man davon ausgeht, dass Militärpersonal daran Schuld ist.

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Zudem sind die Stützpunkte nicht kooperationsbereit und es gibt nur sehr lasche Infektionsschutzmaßnahmen. Insbesondere Okinawa erlebt aktuell einen starken Anstieg der Infektionen und hat bereits gefordert, dass es Ausgangssperren für Militärpersonal geben sollte.

Okinawa verzeichnet so viele Neuinfektionen, wie noch nie

In Okinawa stieg die Zahl der Neuinfektionen mittlerweile auf mehr als 1.400, zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie, dass mehr als 1.000 Infizierte gemeldet wurden.

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Gesundheitsexperten gehen mittlerweile davon aus, dass die Omikron-Variante mittlerweile alle anderen Varianten in Okinawa verdrängt hat. Die Infektionszahlen haben sich innerhalb von vier Tagen verzehnfacht, was daraus hindeutet, dass die Ausbreitung des Coronavirus außer Kontrolle geraten ist.

Auch in den Präfekturen Yamaguchi und Hiroshima steigt die Zahl der Infektionen weiter an, in beiden Präfekturen gibt es ebenfalls US-Militärbasen.

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Zusammen mit Okinawa werden Yamaguchi und Hiroshima ab Sonntag unter dem „Quasi-Ausnahmezustand“ gestellt, was bedeutet, dass die Präfekturverwaltungen in einigen Gebieten strengere Coronamaßnahmen einführen können.

Außenminister Yoshimasa Hayashi forderte am Donnerstag US-Außenminister Antony Blinken nachdrücklich auf, die  Infektionsschutzmaßnahmen gründlich durchzusetzen und Maßnahmen wie zum Beispiel ein Ausgehverbot zu verhängen.

Auf Okinawa befinden sich über 70 Prozent der US-Militäreinrichtungen in Japan, darunter auch das vom Coronavirus befallene Camp Hansen. Der Stützpunkt Iwakuni in der Präfektur Yamaguchi grenzt an die Präfektur Hiroshima.

US-Militär ignoriert Infektionsschutzmaßnahmen

Im Dezember wurde bekannt, dass die US-Streitkräfte ihre Maßnahmen gegen das Virus zu lasch gehandhabt hatten. Japan kann aufgrund des Abkommens keine Kontrollen bei US-Militärpersonal durchführen.

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Das US-Militär testet seine Soldaten allerdings nicht und verkürzte die Zeit, in der sie die Basis nicht verlassen durften, auf 10 Tage. Während des Zeitraums durften sie sich frei auf der Basis bewegen.

Nach mehreren Presseberichten änderte das US-Militär in Japan seine Regeln und führte Tests vor der Ausreise aus den USA ein, der Anstieg der Neuinfektionen deutet allerdings darauf hin, dass die Maßnahme zu spät kommt.

Stimmung wird schlechter

Der Gouverneur von Okinawa, Denny Tamaki, erklärte am Donnerstag gegenüber Reportern, dass die US-Militärstützpunkte eine der Hauptursachen für die Ausbreitung der Infektionen in der Okinawa sind. Auch der Gouverneur von Yamaguchi macht das US-Militär verantwortlich.

Die japanische Regierung versucht ihrerseits die Stimmung zu beruhigen, da die Meinung über das US-Militär in Japan immer schlechter wird.

Die japanischen Oppositionsparteien fordern eine Überprüfung des japanisch-amerikanischen Abkommens über den Status der Streitkräfte, das die japanische Kontrolle über die Quarantänemaßnahmen für das amerikanische Militärpersonal verhindert.

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