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Tourismusbranche in Japan steckt durch den Coronavirus in einer Krise

Stimmung in der japanischen Tourismusbranche wird immer schlechter

Die Geschäftsstimmung der japanischen Tourismusbranche erreichte von Januar bis März ein Rekordtief, da die Auswirkungen des neuen Coronavirus in der Branche deutlich zu spüren sind.

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Seit dem Ausbruch des neuen Coronavirus COVID-19 sind die Zahlen der Touristen, die nach Japan einreisen, deutlich zurückgegangen. Insbesondere Touristen aus China und Südkorea bleiben Japan fern. Mittlerweile hat die japanische Regierung ein Einreisestopp für Menschen aus den beiden Ländern verhängt, was die Situation der Tourismusbranche noch einmal verschärft.

Veranstaltungen abgesagt, Touristenziele geschlossen

Japans Premierminister hatte vergangene Woche Veranstalter gebeten, ihre Events entweder zu verschieben oder abzusagen, auch Freizeitparks und andere Touristenziele wurden gebeten zu schließen, um so die Ausbreitung des Coronavirus in Japan einzudämmen.

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Vor wenigen Tagen bat Abe darum, dass weitere 10 Tage auf Events verzichtet und Touristenziele weiter geschlossen bleiben sollten.

Geschäftsaussichten in der Tourismusbranche fällt deutlich

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Der Diffusionsindex für die Einschätzung der Reisebüros zu den aktuellen Bedingungen für das Inbound-Geschäft lag laut einer Umfrage der Japan Association of Travel Agents von Oktober bis Dezember bei minus 77, was einem Rückgang von 81 Punkten entspricht.

Der Index gibt den Prozentsatz der Unternehmen an, die gute Geschäftsbedingungen sehen, abzüglich derjenigen, die das Gegenteil empfinden.

Die Geschäftsaussichten der Reisebüros DI für den Inbound-Tourismus betrugen von April bis Juni minus 68 und von Juli bis September minus 32, wenn die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokyo stattfinden sollen.

Der DI für die aktuellen Bedingungen von Reisebüros für Auslandsreisen von Japanern von Januar bis März sank gegenüber dem Vorquartal um 49 Punkte auf minus 68, während der für Inlandsreisen um 35 Punkte auf minus 46 sank.

Olympische Spiele in Japan bedroht

Zwar beteuern das IOC und die japanische Regierung, dass die Olympischen Spiele durchgeführt werden, allerdings wird mit einer Entscheidung erst im Mai gerechnet.

Da Experten der Regierung mittlerweile davon ausgehen, dass sich Japan erst am Anfang der Ausbreitung des Coronavirus befindet und das der Krampf gegen den Virus noch bis Ende des Jahres andauern könnte, werden immer mehr Stimmen laut, dass man die Olympischen Spiele lieber verschieben sollte.

Sollte dies passieren, wird Japans Wirtschaft, die kurz vor einer Rezession steht, ein weiteren starken Dämpfer bekommen.

Bereits jetzt haben einige Unternehmen Insolvenz anmelden müssen, da Touristen ihre Buchungen storniert haben.

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