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Gerade mal 607 Yen stehen zur Verfügung

Studenten in Tokyo müssen mit nur wenigen Yen pro Tag überleben

Wer in Japan studieren und dafür ein College oder eine Universität besuchen will, muss tief in die Tasche greifen. Besonders teuer wird es bei den gefragten privaten Einrichtungen. Aus dem Grund sind vor allem neue Studenten gezwungen, mit nur wenigen Yen pro Tag zu überleben.

Die Tokyo Federation of Private University Faculty and Staff Unions führte zwischen Mai und Juli letzten Jahres eine Umfrage unter Eltern durch, deren Kinder eine Universität in Tokyo, Kangawa, Chiba oder Saitama besuchen werden. 5.382 Personen reagierten auf den Fragebogen.

Eltern können ihre Kinder nicht mehr unterstützen

32 Prozent der Studenten des ersten Semesters sagten, dass sie nicht zu Hause leben. Zwei Drittel ihrer Eltern gaben an, dass sie ihnen im Durchschnitt 82,400 Yen (631,37 Euro) pro Monate zahlen. Das ist ein neues Rekordtief laut dem Institut. Der letzte Rekord lag 2018 bei 83,199 Yen.

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Die Studenten, die alleine in Großstädten wie Tokyo lebten, hatten monatlich Lebenshaltungskosten von etwa 18.200 Yen (139,45 Euro). Dem hinzu kommt noch eine durchschnittliche monatliche Miete von 82.400 Yen (631,37 Euro)

Damit müssen die Studenten etwa mit nur 607 Yen (4,65 Euro) pro Tag auskommen. Auch das ist ein neues Rekordtief und übertrifft den bisherigen niedrigsten Wert von 677 Yen (5,19 Euro) von 2018. Das letzte Rekordhoch gab es hingegen 1990 mit 2.460 Yen (18,85 Euro).

Pandemie verschlechtert die Lage von Studenten

Grund sind die Auswirkungen der Pandemie. Viele Familien haben einen Einkommensverlust und deswegen Probleme, die Kinder zu unterstützen. Professor Kunihiko Shirai erklärte, dass einige Elten für ihre Kinder extra einen Teilzeitjob angenommen haben, den sie jetzt durch die Pandemie verloren.

Studenten schaffen es hingegen nicht, einen Teilzeitjob neben der Universität zu finden. Die wenigen Arbeitsplätze bieten dazu vermehrt eine Bezahlung an, von der sie alleine nicht leben können.

Für viele Studenten hat sich damit die Lage drastisch verschlechter und sie müssen sich jeden Monat durchkämpfen. Einige Universitäten und Colleges haben das bereits gemerkt. Mit verschiedenen Maßnahmen versuchen sie zu helfen. Unter anderen erlassen sie die Studiengebühren oder bieten eine Versorgung mit Lebensmitteln an.

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