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Viele stellen ihre Partnerin zumindest in der Theorie über ihren Arbeitsplatz

Studie untersucht das Verhältnis von japanischen Angestellten zu ihrer Arbeit

In Japan ist es nicht ungewöhnlich, dass Angestellte mehr als die Hälfte des Tages an ihrem Arbeitsplatz verbringen. Das Internetportal My Navi News befragte japanische Angestellte und wollte wissen, wie ihre Entscheidung aussehen würde, wenn sie zwischen Partnerin oder Arbeit wählen müssten.

Wer jetzt allerdings erwartet, dass das Büro überall an erster Stelle steht, der irrt sich. Die Mehrheit der Arbeitnehmer erklärte, dass sie bei einer solchen Wahl eindeutig (60,2 Prozent) ihren Liebsten den Vorzug geben würden.

Angestellte zwischen Unternehmen und Liebe

Viele Befragten erklärten, dass sie die Verbindung zwischen zwei Menschen wesentlich wichtiger finden als eine schnöde Geschäftsbeziehung. Gleichzeitig spielt die Familie immer eine zentrale Rolle im Leben der Männer. Denn schlussendlich ist es nicht die Firma, die sich kümmert, wenn es dem Menschen wirklich schlecht geht.

18,7 Prozent der Männer erklärten aber auch, dass sie der Arbeit eindeutig den Vorzug geben. Schließlich sorgt der Job für einen vollen Kühl- und Kleiderschrank. Allerdings versuchen auch diese Männer, eine gute Balance zwischen Geldverdienen und gemeinsamem Geldausgeben zu finden.

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Trotz dieser Ergebnisse wird auch heute in Japan kaum ein Chef zu hören bekommen, dass sein Angestellter keine Überstunden machen kann, weil er seine Freundin oder Frau unbedingt sehen muss. Selbst wenn die Befragten sagen, dass ihnen ihre Beziehung wichtig ist, bedeutet dies nicht, dass gemeinsame Zeit mit der Liebsten nicht doch warten muss, wenn die Firma mal wieder ruft. Allerdings versuchen viele, Romantik in den vollen Terminkalender zwischen anspruchsvollen Chefs und Kunden unterzubringen.

Das Leben und die Arbeit

Im Zuge der Studien wurde auch gefragt, ob sich die Angestellten für wichtiger als ihre Kollegen halten. An dieser Stelle sagten 21,1 Prozent, dass sie sich für unersetzlich auf der Arbeit halten.

Viele tendierten zu einer gesunden Mischung aus Einsatz für die Firma und Zeit mit der Familie. Schließlich ist es Japanern immer noch sehr wichtig, ihre Familie ernähren zu können, sodass die Frau nicht arbeiten muss. Viele gestanden aber auch ein, dass sie ohne ihre Frauen ihrem Job nicht in gewohnter Qualität nachgehen könnten.

Die harte Realität des Arbeitslebens in Japan sieht heute zwar teilweise immer noch anders aus, aber die Saat in vielen Angestellten, mehr Zeit mit ihrer Liebsten zu verbringen, ist gelegt. Trotzdem muss wohl noch ein wenig Zeit vergehen, bis dieser Traum wahr wird.

MNN

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