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Südkorea beendet Geheimdienstabkommen mit Japan

Viele sind von der Entscheidung sehr überrascht

Die Situation ist zwischen Japan und Südkorea nach wie vor massiv angespannt. Statt einer Entspannung zwischen den beiden Länder verschärft sich der Konflikt nun erneut. Am Donnerstag gab Seoul bekannt, dass sie ein wichtiges Geheimdienstabkommen mit Japan beenden.

Bei den Abkommen handelt es sich um ein äußerst wichtiges Abkommen für beide Länder. Eine plötzliche Auflösung könnte deswegen starke Konsequenzen haben. Das Blaue Haus unterstützt die Entscheidung in einem Statement.

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Laut ihnen stimmt das General Security of Military Information Agreement aktuell nicht mit den nationalen Interessen von Seoul überein. Durch die verschärfte Exportreglung durch Japan habe es gravierende Änderungen in der Sicherheitskooperation gegeben. Aus dem Grund will das Blaue Haus bis Samstag Tokyo offiziell über die Beendigung informieren.

An dem Tag endet nämlich die Frist zur Verlängerung des mittlerweile drei Jahre alten Abkommens. Südkorea selbst soll nach japanischen Angaben die Entscheidung bedauern, jedoch als nötig betrachten. Das gemeinsame Abkommen ermöglichte in den letzten Jahren den Austausch von vertraulichen Informationen von den nationalen Geheimdiensten.

Die USA sind ebenfalls Teil des Abkommens und eigentlich erwarteten viele, dass gerade deswegen Südkorea die Zusammenarbeit mit Japan beibehält. Japan selbst hatte auf eine Erneuerung gehofft und bedauerte die Entscheidung sehr. Für sie ist das Abkommen maßgeblich für die Stärkung der Verteidigung von den beiden Ländern, das den Frieden und die Stabilität in der Region fördert, so Kabinettschef Yoshihide Suga.

Für viele kommt die Entscheidung sehr überraschend

Er verstehe die Schwierigkeit der aktuellen Situation, weist jedoch auf die große Wichtigkeit der Zusammenarbeit hin. Besonders in Bezug auf Nordkorea und der zunehmenden Militarisierung von China könnte sich eine Kooperation nun massiv erschweren. Für Südkorea selbst bringt die Entscheidung ebenfalls nur Nachteile mit sich.

Das es nun zu keiner Verlängerung kommt, überrascht deswegen nun viele Länder sehr und sorgt gleichzeitig für Besorgnis. Ein Rückzieher bis Samstag ist hingegen unwahrscheinlich. Im Gegenzug wird nun die Japan wahrscheinlich vermehrt auf Beziehung mit den USA, Australien, Indien und anderen Ländern in der Region setzen.

Japan hat kürzlich neue Exportkontrollen für Südkorea eingeführt, die viele Unternehmen in dem Land in massive Bedrängnis bringen. Südkorea sieht in den Reaktionen eine Art Racheakt dafür, dass sie japanische Unternehmen schon im letzten Jahr zur Zahlung an Zwangsarbeiter aus dem Zweiten Weltkrieg verurteilten. Der Streit um die Entschädigungen eskalierte in den letzten Monaten massiv und reißt die eigentlich gut Beziehung der beiden Länder immer weiter auseinander. Aktuell gibt es  Boykottkampagnen gegen japanische Produkte in Südkorea und in Japan feindselige Reaktionen gegen Südkoreaner.

Quelle: Kyodo

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