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Nordkorea feuerte eine ballistische Rakete ab, die normalerweise U-Boote nutzen.

Südkorea bittet Japan nach nordkoreanischer Rakete um Informationen

Am Mittwoch feuerte Nordkorea erneut eine ballistische Rakete ab und versetzte die Nachbarländer in Aufruhr. Grund dafür ist diesmal die Art der Rakete, die eigentlich für den Abschuss auf U-Booten gedacht sind. Da das eine neue Technik wäre, die der Norden verwendet, bitte Südkorea nun Japan um Informationen vom Geheimdienst.

Die Rakete von Nordkorea startete in der Nähe von Wonson um 7:11 Uhr nach Osten in die japanische Wirtschaftszone um die Präfektur Shimane. Genauer landete sie um 7:27 Uhr um die 350 Kilometer vor der Dogo Insel entfernt. Es ist damit die Erste seit November 2017, die in japanischem Gebiet landete. Insgesamt flog die Rakete 900 Kilometer hoch und 450 Kilometer weit.

Fortschrittliche Technik besorgt

Bei dem Projektil handelt es sich laut dem Süden um eine Pukguksong, die vermutlich aus zwei Teilen bestand und eine Reichweite von 1.300 Kilometern hat. Japan selbst wollte sich nicht weiter zur Rakete äußern, da der Geheimdienst sie noch analysiert. Pjöngjang gab hingegen eine Stunde zuvor bekannt, dass sie die Denuklearisierungsgespräche mit Washington fortführen wollen. Viele sehen deswegen in dem Abschuss eine Machtdemonstration des Nordens, der zeigen will, dass sie weiter entwickelt sind als viele glauben.

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Japan versucht dabei jedoch zu beruhigen. Das Verteidigungsministerium ist sich ziemlich sicher, dass der Norden weiterhin nur veraltete U-Boote besitzt, die nicht weit in den Pazifik vordringen können. Sie sind demnach keine Gefahr für das amerikanische Festland. Ein U-Boot, das Raketen abfeuern kann, ist trotzdem ein technischer Fortschritt, der nicht zu unterschätzen ist. Japan selbst sieht darin ein ernsthaftes Sicherheitsproblem, wie Verteidigungsminister Taro Kono bekannt gab.

Südkorea kündigt Geheimdienstabkommen

Besonders die Flughöhe besorgt sie, da sie auf einer Flugbahn flog, die es Japans Raketenabwehrsystem schwer macht, sie zu erfassen. Kono und Kabinettschef Yoshihida Suga betonten, dass der Raketentest gegen die Resolution der UN verstößt. Nordkorea darf nämlich keine ballistischen Raketen abfeuern. Südkorea bat hingegen Japan darum, ihre Informationen zu den Abschuss zu teilen. Es ist das erste Mal, dass das südkoreanische Verteidigungsministerium bei Japan wegen so etwas anfragte. Ob sie tatsächlich ihre Informationen teilten, wollte Tokyo nicht sagen.

Im August beschloss Südkorea das allgemeine Sicherheitsabkommen für militärische Informationen mit Japan zu beenden. Deswegen muss das Land offiziell ab dem 23. November bei Japan für Informationen anfragen und erhält sie nicht mehr ohne weiteres. Obwohl die USA, die Teil des Abkommens ist, darum baten, das Abkommen wieder aufzunehmen, weigert sich der Süden. Sie wollen es erst wieder zulassen, wenn Japan seine Exportbeschränkungen aufhebt.

Kyodo

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