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Südkorea entfernt in Busan Denkmal zu Zwangsarbeit in Japan

Obwohl der Zweite Weltkrieg nun schon lange vorbei ist, muss Japan einige Dinge immer noch aufarbeiten. Besonders die Zwangsarbeit während des Krieges ist nach wie vor ein aktuelles Thema. Vor allem Südkorea fordert immer noch eine angemessene Entschädigung und Entschuldigung für die Betroffenen. Umso überraschender ist nun, dass die Regierung ein Denkmal zur Erinnerung der Zwangsarbeiter in der Nähe des japanischen Konsulats in Busan entfernte.

Am Freitag ließ die südkoreanische Regierung offiziell die umstrittene Statue entfernen. Eine Bürgergruppe ließ diese aufstellen, um an die verschleppten Südkoreaner zu erinnern, die im Krieg in Japan unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten. Eigentlich wollten Aktivisten die Bronzestatue schon letztes Jahr und Anfang 2019 direkt vor dem Konsulat neben einem Denkmal der Trostfrauen aufstellen. Das verhindert die Polizei jedoch.

So ließ die Gruppe das Denkmal, das einen abgemagerten Mann zeigt, auf dem Bürgersteig in der Nähe des Konsulats und vor dem Park im Dong-gu-Distrikt platzieren. Die Regierung des Distrikts stimmte zuvor zu, die Statue vorübergehend im Park aufzustellen. Die Stadtregierung verbot das jedoch im Nachhinein mit der Begründung, dass das Konsulat direkt am Park angrenzt. Aus dem Grund entfernte die Polizei die Statue am Freitag gewaltsam.

Statue soll einen neuen Platz bekommen

Die Gruppe sollte das Denkmal nun an einer anderen Stelle aufstellen. Überraschenderweise gab die Stadtregierung am Freitag ebenfalls bekannt, dass die Statue nicht bleiben konnte, da es keine offizielle Erlaubnis für die Installierung gibt. Allerdings versucht sie, sich mit den Aktivisten zu versöhnen und öffentlich das Problem zu besprechen. Zusammen mit den Einwohnern will die Regierung einen passenden Platz für die Statue finden.

Japan ist vermutlich über diese Entscheidung eher weniger erfreut. Die Regierung fordert nämlich von Südkorea Denkmäler, welche die Zwangsarbeit behandeln, zu verbieten. Derartige Statuen verstießen angeblich gegen das Wiener Übereinkommen, das Seoul die Störung des Friedens bei diplomatischen Missionen oder eine Beeinträchtigung der Würde Japans verbietet. Japan selbst sieht die Probleme der Zwangsarbeit und der Trostfrauen schon lange als geklärt an und reagiert äußerst aggressiv auf die Themen.

Bei der Trostfrauen-Statue vor dem Konsulat gab es ebenfalls wütende Reaktionen. Japan war deswegen 2016 so erbost, dass der Botschafter aus Busan vorübergehend abgezogen wurde. Der Protest blieb jedoch ohne Erfolg und das Denkmal steht nach wie vor an seinem Platz.

Mainichi Shimbun

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