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Japans Maßnahmen verärgern das südkoreanische Volk

Südkorea: Japan lügt bei seiner Kriegs-Vergangenheit

Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in hat am Donnerstag als Reaktion auf die Streichung von Japans „weißer Liste“ seinen Nachbarn vorgeworfen, dass das Land nicht ehrlich mit seiner Kriegs-Vergangenheit umgeht.

In einer Kabinettssitzung sagte Moon, dass Japan unehrlich ist, indem das Land darauf bestehe, dass seine Handelsbeschränkungen keine Vergeltungsmaßnahmen für die Frage darstellen, dass japanische Firmen Entschädigung für ehemalige Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg leisten sollen.

Japan sollte sich seine Vergangenheit genau anschauen

„Japan sollte sich seine Vergangenheit genau anschauen“, so Moon. „Japans gegenwärtige Haltung verschlimmert nur die Wut und den Schmerz der Südkoreaner, die von 1910 bis 1945 unter der brutalen Kolonialherrschaft Japans in Korea gelitten haben.“

„Japan hat noch nicht mal einen ehrlichen Grund für seine wirtschaftliche Vergeltung angegeben. Egal welche Entschuldigung das Land als Rechtfertigung liefert, es ist klar, dass die japanische Regierung historische Probleme mit wirtschaftlichen Angelegenheiten in Verbindung bringt“, so Moon weiter.

Moon sprach bei einem Treffen in Seoul, bei dem es auch darum ging, die Handelsstreitigkeiten und Sicherheitsfragen in Bezug auf Nordkorea zu besprechen. Das Außenministerium von Südkorea hat nicht sofort Einzelheiten aus den Treffen zwischen Kenji Kanasugi, Generaldirektor für asiatische und ozeanische Angelegenheiten im japanischen Außenministerium, und südkoreanischen Politikern bekannt gegeben.

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Die Herabstufung von Südkoreas Handelsstatus trifft die südkoreanische Wirtschaft schwer. Hersteller wie Samsung sind auf Materialien aus Japan angewiesen. Das Land hat einen großen Marktanteil, der es Herstellern in Südkorea schwer macht, alternative Anbieter zu finden.

Die südkoreanische Regierung plant in ähnlicher Weise, Japan herabzusetzen und hat einen Geheimdienstvertrag mit Japan aufgekündigt. Nach einer wütenden Reaktion der USA erklärte Seoul in dieser Woche, es könne seine Entscheidung zur Beendigung des Militärabkommens, das bis November in Kraft bleibt, überdenken, falls Japan die Streichung zurückzieht.

Sicherheitsbedenken als Begründung

Die japanische Regierung hat ihre Handelsbeschränkungen gerechtfertigt, indem sie nicht näher spezifizierte Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Exportkontrollen Südkoreas für sensible Materialien, die für militärische Zwecke verwendet werden könnten, geltend machte. Vorwürfe aus Seoul, dass man sich für ein Urteil des Obersten Gerichts in Südkorea revanchiert habe, wurden zurückgewiesen.

Der japanische Regierungssprecher Yoshihide Suga sagte am Donnerstag, dass das Problem der Zwangsarbeiter in Kriegszeiten das größte Problem in den Beziehungen beider Länder sei. Japan besteht darauf, dass alle Entschädigungsfragen im Rahmen eines Vertrags von 1965 geklärt worden seien und dass die Entscheidungen des südkoreanischen Gerichts gegen das Völkerrecht verstoßen.

Quelle: Kyodo

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