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Klage soll Freisetzung ins Meer stoppen

Südkorea prüft Klage gegen die Freisetzung des Wassers aus dem Atomkraftwerk Fukushima Daiichi

Südkorea hat am Mittwoch angekündigt, dass das Land in Erwägung zieht, Japan vor dem internationalen Seegerichtshof, wegen der Freisetzung des kontaminieren Wassers aus dem Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, zu verklagen.

Japan hatte am Dienstag endgültig entschieden, dass das Wasser, das zum Kühlen der havarierten Reaktoren verwendet wird, ins Meer abgelassen werden soll, da die Lagerkapazitäten knapp werden.

Proteste in Südkorea

Die Entscheidung hatte in Südkorea große Kritik ausgelöst, die nun zu einer Klage vor dem Gericht in Hamburg führen könnten.

In Soul hatten mehrere Bürgergruppen gegen die Entscheidung protestiert und Tokyo aufgefordert, den Plan zu verwerfen.

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Die Beziehungen zwischen Japan und seinem Nachbarn sind seit langer Zeit angespannt und das Freisetzen des Wassers könnte sich nun zu einem weiteren Problem zwischen beiden Ländern entwickeln.

Der südkoreanische Präsident Moon Jae-In sagte am Mittwoch gegenüber dem japanischen Botschafter Koichi Aiboshi, dass sein Land sich große Sorgen wegen des Plans macht.

Japan will aufklären

In Tokyo sagte Kabinettschef Katsunobu Kato, dass die japanische Regierung noch keine Nachricht von der südkoreanischen Regierung über eine Erwägung von rechtlichen Schritten seitens Südkoreas erhalten habe, fügte aber hinzu, dass Japan der internationalen Gemeinschaft sorgfältige Erklärungen anbieten werde, um das Verständnis für die Maßnahme zu fördern.

„Bei der Freigabe von ALPS behandeltem Wasser, Japan wird sicherstellen, dass internationale Gesetze sowie Vorschriften und Regeln innerhalb und außerhalb Japans zu folgen, um die Sicherheit zu gewährleisten,“ Kato fügte hinzu.

Auch China bittet, das Wasser zu trinken.

China hat am Mittwoch den stellvertretenden Premierminister Taro Aso gebeten, das behandelte Wasser aus dem Atomkraftwerk zu trinken. Aso hatte gesagt, dass es sicher sei und man das Wasser trinken kann.

Der chinesische Außenministeriumssprecher Zhao Lijian sagte gegenüber Reportern: „Ein japanischer Beamter sagte, es ist in Ordnung, wenn wir dieses Wasser zu trinken, so dann bitte trinken Sie es.“

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