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Südkorea sucht nun auch in Deutschland nach Möglichkeiten für seine Studenten

Südkoreaner finden kaum noch Jobs in Japan und das Land schaut sich verstärkt in Deutschland um

Eigentlich darf Japan angesichts des Arbeitskräftemangels nicht wählerisch bei der Herkunft von Arbeitskräften sein, doch wer aus Südkorea kommt, hat es immer schwerer. Auch das südkoreanische Arbeitsministerium sucht lieber in anderen Ländern nach Möglichkeiten, darunter auch in Deutschland.

Durch den Streit der beiden Länder, wird es immer schwieriger für Südkoreaner, in Japan eine Arbeit zu finden.

Japanische Unternehmen stellen kaum noch Südkoreaner ein

Der 25-jährige Songs Mi-Su, ein Student aus Seoul, wollte eigentlich nach seinem Abschluss in Japan arbeiten. Durch den Arbeitskräftemangel war es bisher auch einfach, in Japan einen Job zu finden, gerade für Südkoreaner, außerdem steigt in Südkorea die Jugendarbeitslosigkeit, was noch ein Grund ist, auszuwandern.

Doch seitdem sich die beiden Länder streiten, nehmen nur noch wenige japanische Unternehmen Arbeitskräfte aus Südkorea auf. Dabei sind diese Arbeitskräfte oft hoch qualifiziert.

Laut einer Statistik des Arbeitsministeriums waren im Juli fast 10 Prozent der Südkoreaner im Alter von 15 bis 29 Jahren arbeitslos. Laut Angaben des Ministeriums könnten es sogar 24 Prozent sein, einschließlich derjenigen mit Zeitarbeits- oder Teilzeitbeschäftigung, die ihre Arbeit aufgegeben haben oder die sich auf Staatsexamen vorbereiten.

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Das Beschäftigungswachstum in Südkorea verläuft schleppend, da die in der Wirtschaft vorherrschenden Konglomerate aufgrund eines starken Anstiegs der Mindestlöhne und einer sich abkühlenden Wirtschaft, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe, immer weniger Mitarbeiter einstellen.

Arbeitslosigkeit in Japan auf ein 26-Jahrestief

In Japan hingegen ist die Arbeitslosigkeit auf einem 26-Jahrestief, daher war Japan 2014, 2016 und 2018 der beliebteste Arbeitsort im Ausland. Japan war das Ziel für fast ein Drittel der 5.783 südkoreanischen Absolventen, die im vergangenen Jahr im Rahmen von Regierungsprogrammen eine Stelle im Ausland gefunden haben, mehr als das Dreifache als noch 2013.

Aber im vergangenen Monat hat das Arbeitsministerium für Ende September eine Jobmesse mit Schwerpunkt auf Japan und Südostasien abgesagt.

Eine weitere Jobmesse der Korea-Japan Cooperation Foundation für Industrie und Technologie, die Mitte Juli ebenfalls mit Schwerpunkt auf Jobs in Japan stattfand, verzeichnete 20 Prozent weniger Teilnehmer als vorherige Messen.

Das südkoreanische Arbeitsministerium plant die Zweite seiner zweijährlichen Jobmessen für November, aber anstatt das man sich, wie im vergangenen Jahr auf Jobs aus Japan konzentriert, plant das Ministerium, die Liste der Länder zu erweitern.

Einige private Veranstalter von Jobmessen sagen, dass die Stimmung in Bezug auf Japan in Südkorea nachlässt. Ein Grund dafür ist, dass die südkoreanische Presse besonders die negativen Kommentare von japanischen Politikern hervorhebt.

„Vor Kurzem haben mich einige Studenten angerufen, dass sie sich entschieden haben, keine Jobs mehr in Japan zu suchen“, sagte Kasugai Moe, CEO von KOREC, eine auf Japan spezialisierte Personalagentur.

Einige Schüler sagten, ihre Eltern hätten es abgelehnt, in Japan Arbeit zu suchen, fügten sie hinzu. KOREC hat beschlossen, die nächste Jobmesse, die für Ende dieses Monats geplant ist, zu streichen.

Dann eben Deutschland

Park Cheol-su, Leiter des Karrierebüros der Hannam-Universität, sagte, dass er in den letzten Wochen von keinem Unternehmen gehört habe, obwohl er 10 oder mehr japanische Unternehmen routinemäßig für die Anwerbung vor Ort angeschrieben hatte.

Japanische Arbeitgeber befürchten auch, dass Kandidaten, die Stellenangebote angenommen haben, ihre Meinung ändern könnten, so ein Mitarbeiter der Korea International Trade Association (KITA)

Das südkoreanische Arbeitsministerium sucht nun andere Jobmöglichkeiten. Ende August wird es die erste Jobmesse im Land geben, die sich auf Deutschland bezieht.

Quelle: TJT

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