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Südkoreanische Medien verschärfen mit Berichterstattung diplomatische Spannungen

Presse nimmt kein Blatt vor den Mund

Im Streit zwischen Japan und Südkorea zeigen sich die südkoreanischen Medien nicht gerade von ihrer besten Seite. Sie wiegeln mit ihrer Berichterstattung nicht nur die Bevölkerung auf, sondern verschärfen auch noch die diplomatischen Spannungen.

Kaum hatte Japan angekündigt, bei drei Produkten, die zur Herstellung von Halbleitern benötigt werden, eine strengere Kontrolle einzuführen, zitierten die japanischen Medien einen nicht genannten Politiker, der darauf hinwies, dass einige der Produkte nach Nordkorea geschmuggelt werden könnten.

Die südkoreanischen Medien nahmen die Geschichte auf und nutzten sie als Grundlage für ihre Berichterstattung. Die größte Tageszeitung Dong-A Ilbo ging sogar so weit und schrieb, dass Japans Premierminister Shinzo Abe den angeblichen Schmuggel als Grundlage für die Exportbeschränkungen nannte.

Berichterstattung führt zu weiterer Verschärfung

Die südkoreanische Berichterstattung führte dazu, dass einige Politiker harte Worte gegenüber Japan äußerten, ohne die Richtigkeit einiger der Berichte im Vorfeld zu bestätigen.

Sogar der südkoreanische Präsident Moon Jae-in schloss sich dem Kampf am 15. Juli an, indem er ankündigte, dass er auch der Meinung war, dass Japan die Maßnahme umsetzte, weil man befürchtete, dass die Materialien nach Nordkorea geschmuggelt würden.

„Das ist eine große Herausforderung für ein Südkorea, das alle Anstrengungen für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel unternimmt“, so Moon.

Nicht das erste Mal, dass die Presse in Südkorea negativ auffällt

Bereits im Wahlkampf 2017 fiel die südkoreanische Presse mit vielen Fake-News negativ auf. Darunter war auch ein manipuliertes Video über Ban Ki-moon, das zeigte, wie der Politiker während eines Rituals ein Glas Reisschnaps trank, das eigentlich als Opfergabe gedacht war. Dies sorgte für einen Aufschrei und der vorher beliebte Politiker wurde über Nacht zum Ausgestoßenen.

Südkoreaner fordern Boykott von japanischen Produkten

Auch dank der Berichterstattung fordern immer mehr Menschen in Südkorea einen Boykott von japanischen Produkten. Mittlerweile haben sich auch Einzelhändler den Protesten angeschlossen.

Der Begriff „Japan boycott movement“ gehört mittlerweile zu den am häufigsten gesuchten Begriffen in der südkoreanischen Suchmaschine Naver.

Seitdem melden Einzelhändler in Südkorea einen Einbruch bei den Absätzen japanischer Produkte.

Die Aktien einiger Tourismusunternehmen fielen diese Woche am südkoreanischen Aktienmarkt, da die Anleger besorgt sind, dass das Reisegeschäft nach Japan einbrechen wird.

Japan war bis zur erneuten Eskalation der politischen Spannungen ein beliebtes Reiseziel der Koreaner. 2018 reisten 7,5 Millionen Südkoreaner nach Japan.

Auch für Japan ist Südkorea dank K-Pop und Mode ein beliebtes Reiseziel.

Quelle: Ma, AS

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